Anzeige

Pfitzner verlässt Eintracht

Die Wege von Trainer Torsten Lieberknecht und Marc Pfitzner trennen sich. Foto: Hübner

Fußball: Wechsel zu Werders U23 – Julius Düker nach Magdeburg.

Von Elmar von Cramon, 24.06.2016.

Braunschweig. Paukenschlag bei Eintracht: Marc Pfitzner wird das Angebot der Löwen, künftig für die U23 zu kicken und darüber hinaus in den Verein eingebunden zu werden, nicht annehmen und wechselt stattdessen zur U23 von Bundesligist Werder Bremen, wo er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 unterschrieb.

„Wir finden es sehr schade, dass Pfitze unser Angebot nicht angenommen hat. Es gab tolle Ideen für eine weitere Zusammenarbeit. Aber natürlich können wir auch verstehen, dass er noch einige Zeit höherklassig spielen möchte. Wenn Marc irgendwann nach Braunschweig zurückkehrt, stehen ihm die Türen bei der Eintracht offen“, macht Soeren Oliver Voigt, Geschäftsführer der Eintracht Braunschweig GmbH und Co. KGaA deutlich.
Für den 31-Jährigen, der 2005 von den Freien Turnern zur U23 der Blau-Gelben gekommen war, hat der Wechsel in erster Linie sportliche Gründe: „Ich bin der Eintracht für das Angebot, gerade auch was die Optionen nach meiner aktiven Karriere betrifft, sehr dankbar. Aber ich wollte nicht zurückgehen auf den B-Platz, wo ich angefangen habe. In den letzten Spielen habe ich gezeigt, dass ich noch 3. Liga spielen kann. Zudem ist die Spielklasse attraktiv besetzt. Ich freue mich auf Stadien wie in Magdeburg, Duisburg oder Rostock, das ist noch mal eine andere Kategorie als Regionalliga. Trotzdem habe ich mir die Sache lange überlegen müssen, weil es definitiv die schwerste Entscheidung meines Lebens war.“
Bei seinen ehemaligen Mitspielern Karim Bellarabi, Norman Theuerkauf und Timo Perthel machte er sich über seine neue Arbeitsumgebung schlau und fand gefallen daran, „Leitwolf“ in der U23 eines Bundesligaklubs zu werden: „Für mich wird das eine Riesenerfahrung, mit jüngeren Spielern zu kicken und denen beim Sprung in die Bundesliga zu helfen. Außerdem möchte ich einfach noch mal raus aus meiner Komfortzone und meinen Horizont erweitern.“ Dass Werder jahrzehntelang ärgster Rivale seines Lieblingsklubs Bayern München war, stört ihn dabei weniger: „Dort hat mir Oehrli ja schon den Platz weggeschnappt“, scherzt er vor dem Hintergrund, dass die Bayern-Reserve kürzlich Ex-Einträchtler Torsten Oehrl unter Vertrag genommen hat.
Trotz aller Abenteuerlust fällt ihm der Abschied aus Braunschweig nach elf Jahren im Eintracht-Trikot schwer: „Ich bin wahnsinnig stolz darauf, den Verein vom Fast-Abstieg in die vierte Liga bis in die Bundesliga begleitet zu haben. Diese lange Zeit bleibt für mich unvergessen, weil es so viele schöne Momente gab.“
Ob sein Weg nach seiner Zeit in Grün-Weiß wieder an die Hamburger Straße oder ins Eintracht-Nachwuchsleistungszentrum führt, kann der echte Braunschweiger momentan noch nicht beantworten: „Ich habe viele gute Gespräche mit den Verantwortlichen gehabt, wir werden weiterhin kommunizieren. Es kann aber auch sein, dass ich erst mal beginne bei Werder den einen oder anderen Trainerschein zu machen. Jedenfalls freue ich mich über die ‚offenen Türen‘, das zeigt mir, welche Wertschätzung ich bei Eintracht genieße.“
Unterdessen gaben die Löwen bekannt, dass Julius Düker in der nächsten Saison für den 1. FC Magdeburg aufläuft. Der Stürmer, der in der abgelaufenen Spielzeit nicht wie gewünscht in der 2. Liga zum Zuge kam, unterschrieb an der Elbe bis 30. Juni 2018, Eintracht sicherte sich allerdings eine Rückkaufoption für den 20-Jährigen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.