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Partystimmung an der „Golden Mile“

Fußball-WM: Deutschland bezwingt Australien – Die Fans feierten vorher gemeinsam.

Von Robin Koppelmann, 16.06.2010.

Pretoria/Durban. Spätestens seit Sonntagabend sind die deutschen Fans endgültig in Südafrika angekommen. Der furiose 4:0-Erfolg gegen Australien bescherte Joachim Löw nicht nur eine sportliche Galavorstellung, sondern versetzte die Anhänger der Nationalmannschaft in Partystimmung.

Gut und gern 3000 Deutsche hatten sich auf unterschiedlichsten Wegen in das Moses-Mabhida-Stadium (benannt nach einem südafrikanischen Gewerkschaftsführer) aufgemacht. Für die im “Fan-Village” ansässigen Fans hieß es bereits um sechs Uhr morgens aufstehen, schließlich hatte der Deutsche Fußball-Bund drei Fanbusse organisiert, in denen die über 500 Kilometer von Pretoria nach Durban absolviert wurden. Nach deutschen Verhältnissen eine durchaus machbare Distanz, nach afrikanischen Maßstäben unter Umständen ein wahrer Hindernisparcour.
Zwar besitzt das Land ein bestens ausgebautes Straßennetz, doch teilweise sehr eigenwillige Beschilderungen. Ein Stopschild auf dem Beschleunigungsstreifen und verwirrende Umleitungen ließen die Fahrer nicht nur einmal ratlos dreinblicken. Und so kam die deutsche Fandelegation auf der Suche nach einer sicheren Rastmöglichkeit zu einem ungewollten Besuch in den Mini-Townships des 900 000-Einwohnerortes Pietermaritzburg. An dieser Stadt geht die Fußball-WM sonst weitgehend vorbei, doch das Eintreffen der im offiziellen FIFA-Design lackierten Busse versetzte die einheimische Bevölkerung in großes Staunen und spontane Freude.
Angekommen in Durban, traf sich der Großteil der Fußballfans dann logischerweise an der Strandpromenade zum Indischen Ozean, der „Golden Mile”. Trotz bewölktem Himmel und einsetzender Dunkelheit feierten Deutsche, wie auch die sich in der Überzahl befindenen Australier dann zu Musik und bei Urlaubsfeeling bis kurz vor Anpfiff. Und selbst manche Sprachbarriere konnte in Anbetracht der günstigen Getränkepreise aufgehoben werden, auch wenn weder das australische Englisch, noch das des aus Berlin stammenden Deutschland-Anhängers wirklich gut zu verstehen war.
Nach Abpfiff ging es direkt im Bus zurück, große Feierlichkeiten fielen der langsam einsetzenden Erschöpfung dann weitgehend zum Opfer. Was aber nicht heißt, dass die im Verlauf der kommenden Tage noch nachgeholt werden können. Ich bleibe am Ball und berichte für die nB am Sonntag dann vom nächsten Tripp auf dem Weg zum – hoffentlich – deutschen Gruppensieg.
Mehr von mir aus Südafrika in der nB am Sonntag.
Ihr Robin (zur Zeit in Pretoria).
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