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„Oldie“ Greer im Endspurt ohne Gnade

Basketball-Bundesliga: Die New Yorker Phantoms fahren gegen Würzburg mit 78:63 (33:39) den fünften Saisonsieg ein.

Von Christoph Matthies, 20.11.2011.

Braunschweig. Nach toller Schlussphase, in der dem Gast aus Würzburg auf unnachahmliche Weise der Schneid abgekauft wurde, konnten die Phantoms-Basketballer ihr Heimspiel am Freitagabend mit 78:63 für sich entscheiden.

Dass LaMarr Greer in der Lage ist, der entscheidenden Phase einer Partie seinen Stempel aufzudrücken, wissen treue Phantoms-Anhänger nicht erst seit vorgestern. Auch gegen den Aufsteiger aus Würzburg, der als Tabellenzweiter an die Oker gereist war, schien der Korb für den 35-jährigen Shooting Guard aus New Jersey in der „Money Time“ wieder ganz weit offenzustehen. Allein im Schlussabschnitt, als die Braunschweiger den Sack gegen ein plötzlich in sich zusammenfallendes Gästeteam zumachten, erzielte Greer 13 Punkte – ohne einen Fehlwurf. Insgesamt waren es bei Spielende 26 Zähler. „LaMarr Greer hat uns in vielen Phasen offensiv getragen und ist dann so heiß gelaufen, dass er auch die schwersten Würfe getroffen hat“, lobte Phantoms-Headcoach Sebastian Machowski seinen Führungsspieler in der anschließenden Pressekonferenz.
Auch defensiv legten die Phantoms, die auf ihren besten Verteidiger Immanuel McElroy (Muskelfaserriss im Oberschenkel) verzichten mussten, auf der Zielgeraden noch zu. War die Begegnung mehr als drei Viertel lang weitgehend ausgeglichen verlaufen, so gelang dem Gast aus Unterfranken in den letzten sechseinhalb Minuten nur noch ein Korberfolg – 42 Sekunden vor der Schlusssirene, als die Partie beim Stand von 73:61 bereits entschieden war. „Wir haben fast 35 Minuten lang gut gespielt, bis wir den Fokus verloren haben, anfingen schlechte Würfe zu nehmen und nicht mehr als Team agierten“, analysierte Würzburgs Center Jason Boone hinterher den Kollaps seiner Mannschaft. Die rund 80 mitgereisten Fans des Aufsteigers hatten nach Spielende drei andere Schuldige ausgemacht: Das Schiedsrichtergespann sorgte mit seinen Entscheidungen für eine auffällige Freiwurfverteilung von 33:6 zugunsten des Heimteams.
Nach dem Heimsieg führen die Braunschweiger als Neunter der BBL weiterhin das Verfolgerfeld um die Playoff-Plätze an. Auch ohne den suspendierten Nick Williams konnten drei der vergangenen vier Begegnungen gewonnen werden. Ungeachtet des Sahnetages von LaMarr Greer und eines weiteren couragierten Auftritts von Riesentalent Dennis Schröder, der sich langsam als fester Teil der Guard-Rotation etabliert, erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass die Phantoms noch einmal nachverpflichten.
Für die Phantoms punkteten: Greer 26, Melzer 16, Dennis 9, Jorovic 8, Visser 7, Mittmann 5, Kulawick 4, Schröder 3, Schneiders.
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