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Ohne Needham und Simon völlig chancenlos

Schrecksekunde in Ludwigsburg: Löwen-Guard Derek Needham krümmt sich vor Schmerzen. Der Amerikaner musste nach dieser Szene vom Feld und kam nicht zurück. Foto: Eibner

Basketball: Verletzungen machten den Löwen beim 61:83 in Ludwigsburg zu schaffen.

Von Christoph Matthies, 30.01.2016.

Braunschweig. Bei der in dieser Höhe fast noch schmeichelhaften 61:83 (33:50)-Packung am Samstagabend beim Tabellensechsten in Ludwigsburg kamen die Löwen besonders im Spielaufbau ins Schwimmen. Sowohl Derek Needham als auch Nico Simon mussten die Partie in der ersten Halbzeit verletzt verlassen, eine Diagnose für die beiden Guards steht noch aus.

Dabei ging es ganz gut los für das Team von der Oker. Per Dunking erzielte Wühlbüffel Kenny Frease nach zweieinhalb Minuten die erste Führung (6:5) für die Löwen in einer munteren und ausgeglichenen Partie. Besonders innen sorgten die Gäste für Gefahr, Frease und Tyrone Nash wirbelten in der Ludwigsburger Zone.

Knapp 50 Sekunden vor der Pausensirene dann auch das erste Lebenszeichen von außen. Derek Needham tat das, was er so gut drauf hat wie kaum ein zweiter Spieler in der Basketball-Bundesliga, und drückte aus dem Dribbling von der Dreierlinie ab. Direkt vor dem Buzzer entdeckte dann auch Corny Adler sein Händchen von „Downtown“: Das 20:18 für die Löwen nach zehn Minuten war für den gebürtigen Braunschweiger der erste getroffene Dreier der Saison.

So hätte es weitergehen dürfen, doch es kam ganz anders. Schon zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels hatte Löwen-Kapitän Nico Simon das Feld mit einem Pferdekuss verlassen müssen. Sein Ersatz, der junge Aufbauspieler Martin Bogdanov, kam gegen die Ludwigsburger Pressverteidigung nicht klar, verlor zu Beginn des zweiten Abschnitts gleich mehrfach den Ball. Als dann drei Minuten vor der Halbzeitpause auch noch Derek Needham verletzt raus musste, stand es bereits 39:27 für die Riesen. Und ohne Needham, der wie Simon nicht mehr zurückkam, ging es noch weiter bergab.

Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte der offensiv überragende Mann der Partie, Riesen-Guard Kerron Johnson (22 Punkte), per Dreier erstmals auf 20 Punkte Vorsprung. Nun fielen die von Verletzungen gebeutelten Löwen vollends auseinander. Schon bald war der Gastgeber, der insgesamt 23 Braunschweiger Ballverluste erzwang, auf über 30 Zähler enteilt, so dass die „Garbage Time“ schon im dritten Viertel begann. Hier konnten die jungen deutschen Löwen Bogdanov, Robin Amaize und Sid-Marlon Theis immerhin noch etwas BBL-Erfahrung sammeln, Corny Adler, der sonst nur einen Zähler pro Partie beisteuert, zeigte mit zehn Punkten (zwei Dreier), dass er durchaus Gefahr ausstrahlen kann.

Für die Löwen war es also eine Partie, die es schnell zu vergessen gilt. „Sie waren in jedem Aspekt des Spiels besser als wir“, sagte Keaton Grant nach der Partie. Der BBL-Topscorer erwischte bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte einen rabenschwarzen Tag und traf nur einen von neun Wurfversuchen. Ein Totalausfall war am Samstag auch Forward Amin Stevens, der auch wegen Foulproblemen auf nicht einmal vier Minuten Einsatzzeit kam. Zu hoffen bleibt nun, dass nach Josh Gasser nun nicht auch Needham oder Simon länger ausfallen.

Für die Löwen punkteten: Frease 12, Nash 12, Adler 10, Grant 6, Bogdanov 5, Needham 5, Amaize 5, Gertz 2, Theis 2, Stevens 2.
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