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Nur Needham und Grant wussten zu überzeugen

Schnell, explosiv und schussstark: Derek Needham präsentierte sich am Sonntag in guter Verfassung und erzielte 23 Punkte. Nur ein Assist ist für einen Playmaker allerdings ausbaufähig. Foto: T.A.

Basketball: Testspiel am „Löwentag“ geht mit 62:70 (26:37) verloren.

Von Christoph Matthies, 22.09.2015.

Braunschweig. Die Generalprobe ist misslungen: Beim einzigen Testspiel vor heimischem Publikum unterlagen die Erstliga-Basketballer am Sonntag dem „Angstgegner“ MBC mit 62:70 (26:37). Werbung für das neue Löwen-Team war das noch nicht.

Raoul Korner, der sich viel vom „Löwentag“ in der VW-Halle versprochen hatte, war nach der Partie unzufrieden. „Wenn man in der ersten Halbzeit nur 22 Prozent seiner Würfe trifft, dann ist es schwierig, irgendeinen Rhythmus oder Selbstvertrauen zu bekommen. Und wir sind zu grün, uns davon nicht verunsichern zu lassen“, bilanzierte der Trainer, der in den ersten 20 Minuten sah, wie seine Mannen von außen ungefährlich blieben und innen einfachste Chancen vergaben. „Das ist das erste Mal, dass wir so viele Korbleger danebengelegt haben“, wunderte sich auch Aufbau-Neuzugang Derek Needham über die eklatante Abschlussschwäche.

Needham war einer der wenigen Löwen, an denen sich die über 2000 Zuschauer erfreuen konnten. Seine 20 Punkte in Halbzeit zwei (23 insgesamt) waren das Fundament für die – am Ende brotlose – Aufholjagd. Im dritten Viertel erzielten er und Shooting Guard Keaton Grant 18 von 20 Braunschweiger Punkten. „Wenn wir darauf angewiesen sind, dass individuell etwas passiert, dann gibt es zwei Spieler, die das können: Derek und Keaton. Aber das kann nicht die Lösung sein“, sagte Korner, der das Ende der Partie nicht auf der Bank erlebte. Nach 33 Minuten wurde der aufgebrachte Österreicher mit zwei Technischen Fouls auf die Tribüne verbannt.

Harmlos präsentierten sich die Löwen besonders unter dem Korb. Center Kenny Frease zeigte ein paar gute Ansätze, traf aber nur drei seiner zwölf Versuche aus der Nahdistanz. Einen rabenschwarzen Tag erwischte Amin Stevens, der nur ein Pünktchen erzielte, bevor er früh im letzten Viertel mit dem fünften Foul disqualifiziert wurde. „In der gesamten Vorbereitung hatte ich wahrscheinlich nicht so viele Fouls wie heute“, befand Stevens hinterher. Der US-Power-Forward, den Korner aus Wien an die Oker geholt hat, ließ sich von Defensivspezialist Chris Otule den Schneid abkaufen, wurde mehrfach geblockt. „Ich muss mich noch daran gewöhnen, dass ich jetzt gegen größere Gegenspieler antrete“, räumte Stevens ein. „Amin war in den meisten Partien unser Topscorer“, betonte Korner, dass der Neuzugang es eigentlich besser könne. Den Beweis seines Könnens schuldig blieb am Sonntag auch College-Neuzugang Josh Gasser, der ohne Zähler blieb.

Auf das Team von Coach Korner wartet vor dem Saisonauftakt gegen Meister Bamberg (4. Oktober) also noch viel Arbeit. „Wir müssen den Ball mehr bewegen“, fordert der 41-Jährige, der auf eine große Ausgeglichenheit im Kader setzt. Davon waren seine Löwen gegen den MBC noch weit entfernt: Nur zwei Spieler erzielten mehr als sieben Punkte.
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