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Noch ein Jahr „Goree Entertainment“

Basketball: Marcus Goree bleibt den New Yorker Phantoms auch in der nächsten Saison erhalten.

Von Christoph Matthies, 08.08.2010.

Braunschweig. Ihm gelang es, aus einer langjährigen grauen Maus in nur wenigen Monaten einen Playoff-Halbfinalisten zu machen: Marcus Goree hat dem Braunschweiger Basketball in der vergangenen Saison neues Leben eingehaucht. Nachdem die Phantoms am Donnerstag überraschend die Verpflichtung des erfahrenen Power Forwards für ein weiteres Jahr bekanntgaben, hält es die nB für angemessen, die jüngste Erfolgsgeschichte noch einmal nachzuzeichnen.

22.12.09 Der Schock, der später zum Glücksfall werden sollte: Phantoms-Forward Nate Fox erleidet beim Heimsieg gegen Göttingen einen Riss der Plantarsehne und muss mehrere Monate pausieren. Bilanz der Phantoms zu diesem Zeitpunkt: 8 Siege – 6 Niederlagen.
16.1.10 Die blamable 60:86-Pleite in Göttingen bedeutet die fünfte Niederlage in Folge und den absoluten Tiefpunkt der Saison. Ein Ersatz für Nate Fox scheint immer noch nicht in Sicht, viele enttäuschte Fans haben die Playoffs bereits abgehakt. Bilanz: 8–11.
26.1.10 Drei Tage nach dem Befreiungsschlag gegen den späteren Absteiger Paderborn der Transfer-Coup: Euroleague-Star Marcus Goree ersetzt den noch immer verletzten Nate Fox. „Marcus hat auf europäischem Niveau fast alles erreicht, was man erreichen kann. Ein Spieler wie er wäre normalerweise nicht in unserer Preisklasse“, schwärmt Sportdirektor Oliver Braun vom 32-Jährigen, der sich nach überstandener Schulterverletzung in den Profisport zurückkämpfen will.
31.1.10 Bei seinem ersten Auftritt fügt sich Goree gut ein und wird von der Bank kommend gemeinsam mit John Allen Topscorer (10 Punkte). Rückkehrer Kyle Visser kann die Auswärtsniederlage seiner Ludwigsburger trotz 16 Punkten nicht verhindern. Bilanz: 10–11.
6.2.10 Der endgültige Wendepunkt der Saison: Die Phantoms drehen ein schon verloren geglaubtes Spiel in Quakenbrück nach 17-Punkte-Rückstand zur Halbzeit. Goree glänzt mit 10 Punkten, 9 Rebounds und 5 Blocks. „Marcus ist wirklich unser Anführer“, lobt Center Yassin Idbihi den bärenstarken Neuzugang hinterher. Bilanz: 11–11.
28.3.10 In Bonn gelingt Goree mit 25 Punkten seine beste Offensivleistung. Trotz denkbar knapper 78:79-Niederlage befinden sich die Phantoms wieder auf Playoff-Kurs. Bilanz: 16–13.
1.5.10 Nach sieben Jahren wieder in den Playoffs: Trotz Niederlage in Frankfurt (Topscorer: Goree mit 19 Punkten) zieht Braunschweig in die Meisterrunde ein. Bilanz: 19–15.
19.5.10 Die Sensation ist perfekt, als die Phantoms den Deutschen Meister Oldenburg nach vier Playoff-Begegnungen in die Sommerpause schicken. Goree überzeugt dabei – noch immer von der Bank kommend – mit guter Verteidigung, durchschnittlich 12 Punkten und fast 60 Prozent Genauigkeit von der Dreierlinie.
4.6.10 Nach dem Halbfinal-Aus gegen den späteren Meister Bamberg verabschieden sich die Phantoms-Anhänger im Foyer der VW-Halle von ihrer Mannschaft. Nur die kühnsten Optimisten träumen davon, Marcus Goree noch einmal im Phantoms-Dress zu erleben. Wie wir heute wissen, sollten sie Recht behalten.
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