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NLV-Präsidentin: „Haben nicht mehr viel Zeit“

Deutsche Leichtathletikmeisterschaft: Vor dem Start am 17. Juli 2010 haben die Verantwortlichen alle Hände voll zu tun.

Von Daniel Beutler, 11.11.2009.

Braunschweig. „Kreativ“ – das Wort fiel bei der Pressekonferenz zur im Juli 2010 in Braunschweig stattfindende Deutschen Leichtathletikmeisterschaft am häufigsten. „Wir haben nicht mehr sehr viel Zeit, um eine gute Deutsche Meisterschaft auf die Beine zu stellen“, erklärt Rita Girschikofsky, Präsidentin des Niedersächsischen Leichathletik-Verbandes.

Kreative Lösungen sollen also gefunden werden. Das war bereits im Vorfeld der Fall, als Braunschweig den Zuschlag für die Ausrichtung erhielt. Weil die Stadt die nötigen 125 000 Euro nicht bereitstellen konnte, haben die Sponsoren „auf freundlichen Druck des Oberbürgermeisters das Geld gesammelt“, berichtete Kurt Gliwitzky von der Nord LB.
Einfallsreich mussten sich die Verantwortlichen der Sponsoren auch zeigen, um nicht die Exklusivrechte der Premiumsponsoren zu verletzten, gleichzeitig aber auch selbst präsent zu sein. Grob sind die größten Probleme aber zumindest theoretisch gelöst. Der Umbau des Stadions soll rechtzeitig abgeschlossen sein, und mit der neuen Nordkurve soll es keine Fallwinde geben, die die Zeiten der Läufer beeinträchtigen. Alle Hotelzimmer in Braunschweig sind fürs Meisterschaftswochenende geblockt, und Geld ist dank der regionalen Sponsoren auch da. Nur der unterschriebene Vertrag mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband fehlt noch. „Wir arbeiten nicht für den Papierkorb. Deshalb geht die meiste Arbeit erst los, wenn der unterschriebene Vertrag da ist“, sagt Girschikofsky. Dieser ist für nächste Woche angekündigt, und dann fällt auch der offizielle Startschuss mit der Gründung des Organisationskomitees.
Dass die Veranstaltung sportlich auf höchstem Niveau stattfinden wird, daran hat keiner der Anwesenden Zweifel. „Berlin, Braunschweig, Barcelona. Die Deutsche Meisterschaft in Braunschweig ist die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die Europameisterschaft in Barcelona. Und dass die deutschen Athleten zu Spitzenleistungen in der Lage sind, hat die Weltmeisterschaft in Berlin gezeigt“, schreibt Gliwitzky der dritten nationalen Meisterschaft im Eintracht-Stadion viel Potenzial zu. Vorausgesetzt, die kreativen Lösungsideen gehen auch auf. „Vor der Deutschen Meisterschaft 2000 hatten wir zwei Jahre Zeit. Dieses Mal ist es ein verdammt enger Zeitplan. Da darf kein Störfeuer kommen“, sagt Otto Schlieckmann, Präsident des MTV Braunschweig.
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