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Nite Jam: Nichts für die Phantoms – aber für den Spaß am Basketball

Noch bis zum Frühjahr steigen in Braunschweig in jedem Monat Mitternachts-Turniere

Von Sebastian Walther

Braunschweig. Es sieht nach Hinterhof aus, riecht aber nach Turnhalle. In den Wintermonaten steigen in Braunschweig regelmäßige Mitternachts-Turniere im Basketball. Ein Streifzug.

Hat man als Zuschauer auf den Holzbänken am Hallenrand Platz genommen wird schnell klar: Hier gibt es für die New Yorker Phantoms nichts zu entdecken. Während der eine stets zu hoch dribbelt, sein Teamkollege den Ball gerne neben dem Brett platziert, blockt der dritte Spieler höchst unsanft den Weg frei. Gespielt wird auf einen Korb, Drei gegen Drei, ein Auswechselspieler ist erlaubt. Strittige Szenen, davon gibt es überraschend wenig, werden mit einem Abwinken oder bösen Blick auch ohne Schiri schnell und unbürokratisch gelöst. So viel Sportsgeist wünscht man sich manchmal auch im Liga-Alltag.
„Es geht um den Spaß am Spielen, darum Jugendliche zusammen zu bringen.“ Die Frau die das sagt, ist die einzige weibliche Teilnehmerin an diesem Abend in der Güldenhalle. Sie scheint auch als einzige den Korb über größere Distanzen zu treffen. Ulli Fleimer ist ein Profi, bis vor kurzem trainierte sie die Regionalliga-Herren der SG Braunschweig. Ihren besorgten Gegnern gibt sie vor der Partie gerne den Ratschlag, „bloß keine Rücksicht zu nehmen. Sie würden sich sonst vielleicht verletzen.“ Sie lacht nicht dabei.
DJ Majestic legt eine neue Platte auf und sofort bahnen sich die Bässe ihren Weg über die vier Spielflächen, wo Mannschaften, die Krosse Krabbe, Little Jumpers oder Team A heißen, um den Einzug in die nächste Runde kämpfen.
Bis zum März werden die Turniere hier noch an jedem dritten Freitag im Monat angepfiffen. Los geht es gegen 21.30 Uhr und im November war erst halb vier Schluss. Das Licht macht dann Joachim Lampe aus, er hat die Veranstaltung vor zehn Jahren mit ins Leben gerufen und steht auch heute an der Seitenlinie. Der Leiter eines Jugendzentrums überwacht den Ablauf und überreicht am Ende des Abends den Siegerpokal. Viele der Teilnehmer, erzählt er, spielen im Sommer auf öffentlichen Courts, im Prinzenpark etwa. „Im Winter wollen wir ihnen auch eine Möglichkeiten bieten, Basketball zu spielen.“
Es ist Mitternacht, da laufen auf dem Parkett noch die Vorrundenspiele. Für später ist auch noch ein Dreier-Wettbewerb angesetzt. Ulli Fleimer ist auch gemeldet.
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