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„Niemand weiß, wo er steht“

Eintracht im Vorwärtsgang: Mushaga Bakenga läuft seinem Gegner davon. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Mit der Partie Düsseldorf gegen Eintracht beginnt die neue Saison.

Von Elmar von Cramon, 29.07.2014.

Braunschweig. Wenn am Freitagabend der Startschuss in die neue Fußball-Zweitligasaison mit der Partie zwischen Eintracht und Gastgeber Fortuna Düsseldorf fällt, wird ohne Zweifel „Erstliga-Atmosphäre“ herrschen.

Dabei stehen sich zwei absolute Traditionsvereine gegenüber, zudem wird die Partie von riesigem Fan- und Medieninteresse begleitet. Schon deshalb dürfte ein Großteil der 54 600 Plätze im weiten Rund der Esprit Arena belegt sein, wenn um 20.30 Uhr der Anpfiff erfolgt.
„Von beidem etwas“, lautet die Antwort von Torsten Lieberknecht auf die Frage, ob Anspannung oder Vorfreude die Gefühlslage seiner Mannschaft vor Saisonstart dominieren. Die Partie bezeichnet er als „etwas ganz Besonderes“ und das für beide Teams gleichermaßen: „In Düsseldorf herrscht mit mehr als 25 000 verkauften Dauerkarten eine Rieseneuphorie. Auch wir in Braunschweig freuen uns auf die Begegnung. Es ist genau wie die Montagspartie zwischen Kaiserslautern und 1860 München ein Kracherspiel. Die DFL möchte zeigen, dass auch in der 2. Liga tolle Mannschaften spielen.“
Sportlich stuft der 40-Jährige den Gegner als äußerst ambitioniert ein und verweist auf den jüngsten 4:1-Erfolg gegen Wigan Athletic: „Sie haben eine super Vorbereitung gespielt, doch auch wir brauchen uns mit dem Spiel gegen Sevilla nicht zu verstecken.“ Bei der Frage, wem Freitag die Favoritenrolle zufallen wird, möchte sich der Eintracht-Coach nicht festlegen: „Niemand weiß, wo er steht, weil der Spieltagsrhythmus noch fehlt.“
Im Training kann er derweil einen intensiven Konkurrenzkampf um einen der Plätze unter den ersten Elf beobachten: „Das ist die vor dem ersten Spiel übliche besondere Konstellation, jeder gibt alles, um auf dem Platz zu stehen.“
Dementsprechend froh ist er über die Tatsache, einen Kader mit einer großen Auswahl an Akteuren zu besitzen. Lediglich die Innenverteidigung bereitet ihm derzeit Kopfzerbrechen, da Matthias Henn und Saulo Decarli auszufallen drohen, Deniz Dogan noch Trainingsrückstand aufweist: „Er hat die Spiele gegen Haifa und Sevilla verpasst und ist erst seit Wochenbeginn wieder mit dabei“, so Lieberknecht, der zudem auf Jan Washausen (Reha) und Torsten Oehrl (Sprunggelenk) verzichten muss.
Erst am Spieltag wird die Entscheidung fallen, ob Rafal Gikiewicz oder Marjan Petkovic zwischen den Pfosten stehen wird. Traditionell lässt sich Lieberknecht hierbei nicht in die Karten blicken: „Es ist eine sehr enge Entscheidung, die erst am Freitag fallen wird. Vorher werden wir die Vorbereitung der beiden im Trainerteam nochmals Revue passieren lassen. Dabei spielen auch die Trainingseindrücke unseres Torwarttrainers Alex Kunze eine wichtige Rolle.“
So könnten sie spielen: Petkovic (Gikiewicz) - Reichel, Dogan, Correia, Hedenstad (Kessel) - Theuerkauf - Hochscheidt, Boland, Nielsen, R. Korte (Hedenstad) - Kruppke (Bakenga).
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