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Niedersachsen-Derby im DFB-Pokal

Felix Uduokhai (VfL Wolfsburg) machte das wichtige Kopfballtor zum 1:1 am vergangenen Sonntag gegen die TSG 1899 Hoffenheim in letzter Minute ein. Foto: regios24/Darius Simka

Die „Wölfe“ empfangen am Mittwoch in der Volkswagen Arena Hannover 96.

Wolfsburg, 24.10.2017.

Niedersachsen-Duell im DFB-Pokal: Am heutigen Mittwochabend (18.30 Uhr) empfängt Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg in der Volkswagen Arena Hannover 96. Komikerin Carolin Kebekus hatte das Los vor einigen Wochen in der ARD-Sportschau gezogen. Der Sieger zieht ins Achtelfinale ein, das noch in diesem Jahr stattfindet (19./20. Dezember).

Das Zweitrundenmatch ist übrigens erst das zweite Aufeinandertreffen beider Teams im Pokal. Am 29. August 1987 gewann der VfL gegen Hannover in der ersten Runde mit 3:0.
Der letzte Titel der Wolfsburger liegt erst zweieinhalb Jahre zurück. Im Mai 2015 setzte sich der VfL im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund mit 3:1 durch. In den beiden vergangenen Spielzeiten scheiterten die „Wölfe“ jeweils am FC Bayern München. „Wir freuen uns besonders, dass wir ein Heimspiel haben“, sagte Wolfsburgs Sportdirektor Olaf Rebbe bereits nach der Auslosung: „Wenn man in der 2. Runde auf einen Bundesligisten trifft und das dann auch gleich noch ein Niedersachsen-Duell ist, ist das natürlich ein Hammer-Los.“

In Runde 1 des diesjährigen Wettbewerbs tat sich der VfL indes noch schwer. Noch unter der Führung von Trainer Andries Jonker siegte der VfL durch ein Kopfballtor von Ignacio Camacho beim Regionalligisten Eintracht Norderstedt mit 1:0. Die 96er setzten sich nach Rückstand beim Regionalligisten Bonner SC mit 6:2 durch.

In der Bundesliga gab es für den VfL Wolfsburg am Sonntag zwar wieder keinen Heimsieg, aber immerhin wendete die Mannschaft die erste Niederlage unter Trainer Martin Schmidt in letzter Minute ab: Die Remis-Könige des VfL holten am 9. Spieltag gegen die TSG 1899 Hoffenheim ein 1:1 (0:0) – es war das fünfte Unentschieden der Grün-Weißen in Folge, seit Schmidt in Wolfsburg die Regie übernahm. Vor 23 514 Zuschauern in der Volkswagen Arena köpfte Innenverteidiger Felix Uduokhai (90.+1) zum späten Ausgleich ein, zuvor hatte Kerem Demirbay (73.) für Hoffenheim per Foulelfmeter ins obere rechte Toreck getroffen. Die größte Wolfsburger Chance in der ersten Hälfte vergab Maximilian Arnold. Der U21-Europameister scheiterte in der 11. Minute per Videobeweis-Foulelfmeter an Gästetorhüter Oliver Baumann, der Arnolds strammen, aber unplatzierten Schuss mit dem Fuß abwehrte. Der TSG-Schlussmann parierte auch einen Freistoß von Daniel Didavi (37.), 60 Sekunden später traf Divock Origi das Lattenkreuz.

Von den Wolfsburger Chancen unbeeindruckt, spielten die Gäste trotz ihrer Europa-League-Belastung leichtfüßig, in Tornähe fehlte es der TSG indes an Entschlossenheit.
Wolfsburgs Angriffselan verpuffte in Durchgang zwei. Auf der Gegenseite scheiterte Andrej Kamaric (53.) per Schrägschuss knapp. Jubel kam in der Arena nach 70 Minuten auf. Der Grund: Nationalstürmer Mario Gomez feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback. Bindung zu seinen Mitspielern und den Weg zum Tor fand der 32-Jährige indes noch nicht. „Fünfmal Unentschieden zu spielen, ist nicht unbedingt schön. Es waren aber zwei, drei Spiele dabei, in denen wir Mentalitätspunkte gesammelt haben – und das sind momentan die wichtigen Punkte“, sagte VfL-Trainer Schmidt. Er sei sich bewusst, dass die Unentschieden zu wenig sind, um hinten rauszukommen. „Deshalb haben wir noch viel Arbeit vor uns.“ Und den nötigen Schwung nimmt der VfL am besten mit einem Pokalsieg gegen Hannover auf.
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