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Niederlage gegen einen Playoff-Aspiranten

Obwohl er keine Punkte erzielte, lieferte Lars Lagerpusch (am Ball) gegen Ludwigsburg eine ordentliche Partie ab. Foto: Hübner

Basketball-Bundesliga: Die Löwen verlieren gegen Ludwigsburg mit 67:74 (36:39).

Von Christoph Matthies, 16. Oktober 2017.

Braunschweig. In einer lange Zeit engen Begegnung gegen die Riesen Ludwigsburg zogen die Basketball Löwen am Ende wieder den Kürzeren. Nach der 67:74-Heimniederlage vor 1699 Zuschauern in der VW-Halle sind die Löwen auf den 13. Tabellenplatz zurückgefallen.

Riesen-Coach John Patrick durfte sich dagegen bereits über den dritten Sieg der Saison freuen. „Der Schlüssel war, dass wir im vierten Viertel mental stark waren“, sagte der Amerikaner nach der Partie, die nach drei Vierteln noch ausgeglichen (55:55) gewesen war. Sein Team hatte im Schlussabschnitt die defensive Intensität erhöht, nur noch 12 Punkte der Heimmannschaft zugelassen. Tommy Klepeisz waren noch zwei Dreier gelungen – alle anderen Punkte mussten sich die Löwen an der Freiwurflinie verdienen.

Wieder einmal hatten die Braunschweiger gezeigt, dass sie mit einem Playoff-Aspiranten mithalten können, allerdings nicht über die volle Spielzeit. „Es ist für uns schwierig, 40 Minuten auf dem Niveau von Ludwigsburg und Bonn zu spielen“, sagte denn auch Löwen-Coach Frank Menz hinterher. Vor allem im Aufbau hatte sein Team seine liebe Mühe, leistete sich 20 Ballverluste und hatte mit Zygimantas Janavicius und Bazou Koné gleich zwei Akteure, die gewiss nicht ihren besten Tag erwischten (zusammen acht Ballverluste und 1/11 Treffer aus dem Feld). Gerade Koné bleibt nach fünf BBL-Partien für die Löwen mit einer Feldwurfquote von 22 Prozent und mehr als drei Ballverlusten im Schnitt noch einiges schuldig.

Besser gefielen da schon Topscorer DeAndre Lansdowne (22 Punkte) und Reserve-Center Lars Lagerpusch, der 23 Minuten ran durfte und von John Patrick sogar ein Sonderlob erhielt. „Wir haben auf Lagerpusch keine Antwort gefunden“, sagte der Riesen-Coach – und das, obwohl der Löwen-Youngster sich gar nicht in die Scorer-Liste eintragen konnte. Die Defense und das Rebounding (sieben Boards) des 19-Jährigen sahen aber durchaus schon nach BBL-Niveau aus. „Lars hat das insgesamt heute sehr gut gemacht. Aber er muss wissen, dass auch er keine Minuten geschenkt bekommen wird“, forderte Menz seinen Rohdiamanten auf, weiter hart an sich zu arbeiten.

Harte Arbeit wartet auf die Löwen auch am kommenden Samstag (18 Uhr), wenn sie in der VW-Halle auf Würzburg treffen. Die von Dirk Bauermann trainierten Franken haben in dieser Saison bereits die beiden Titelaspiranten aus Bamberg und München geschlagen.

Für die Löwen punkteten: Lansdowne 22, Bradley 13, Klepeisz 11, Eatherton 8, Janavicius 6, Schwartz 3, Alte 2, Morse 2, Koné, Lagerpusch.
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