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„Nicht von einem einzelnen Spieler abhängig“

Phantoms-Headcoach Sebastian Machowski spricht im nB-Interview über die am Freitag beginnende BBL-Saison.

Von Christoph Matthies, 29.09.2010
B

raunschweig. Nach sieben Wochen Saisonvorbereitung und zahlreichen Testspielen geht es für die New Yorker Phantoms ab Sonntag endlich wieder um Bundesliga-Punkte. Die nB sprach mit Headcoach Sebastian Machowski über die Neuzugänge, realistische Saionziele und die Regeländerungen in der BBL.

?Coach, für viele überraschend konnte Euroleague-Routinier Marcus Goree weiterverpflichtet werden. Hatte Goree Top-Priorität?

!Ihn zu halten war sicher eine der Prioritäten. Wir wollten so viele Spieler wie möglich halten, natürlich auch Heiko Schaffartzik und Yassin Idbihi, um eine gewisse Kontinuität zu haben und mit der erfolgreichen Mannschaft der Vorsaison weiterzumachen. Das hat zu großen Teilen funktioniert, aber eben nicht komplett.

?Goree wirkte in der Vorbereitung deutlich fitter als in der vergangenen Saison. Was können die Fans von ihm erwarten?

!Marcus hatte leider ein Problem am Fuß, das ihn ein bisschen zurückgeworfen hat. Aber er ist natürlich fitter als Mitte der vergangenen Saison, als er die komplette Vorbereitung verpasst hatte. Er hat uns in der letzten Saison schon sehr geholfen. Wir erhoffen wir uns natürlich jetzt auch von ihm, dass er der Mannschaft mit seiner Erfahrung und seiner Spielweise hilft und uns wieder anführen kann.

?Die Neuzugänge Nick Schneiders und Frank Theis haben bisher wenig Spielzeit erhalten. Sind sie (noch) nicht BBL-tauglich?

!Frank und Nick brauchen sicher noch ein bisschen Zeit, die sie aber auch bekommen, in der sie bei uns im Training einiges lernen können. Dann sehen wir, wie sie sich entwickeln. Einer oder beide werden sicherlich bei uns im Kader sein, und dann werden wir sehen, ob die Spiele es hergeben, dass sie auch schon BBL-Minuten bekommen. Stand heute ist: Beide sind noch dabei.

?Neuzugang Milan Obradovic hat in der Vorbereitung gute Ansätze auf der Aufbauposition gezeigt. Hat er sich damit Spielzeit in der Bundesliga verdient?

!Milan ist mit seinen 20 Jahren natürlich noch recht jung. Die Vorbereitungsspiele hatten Licht und Schatten. Er muss jetzt schauen, dass er Konstanz in sein Spiel bringt. Gerade als Aufbauspieler sind nicht nur Aggressivität und Kaltschnäuzigkeit wichtig, die er ohne Frage mitbringt, sondern auch, dass er eine Mannschaft führen kann. Dafür braucht es eine gewisse Erfahrung, und da braucht er sicher noch etwas Zeit. In Ansätzen hat er allerdings bereits gezeigt, dass er es verdient, bei uns im Kader zu stehen.

?Worin sehen Sie die besondere Stärke Ihrer Mannschaft?

!Unsere Stärke kann sein, dass wir sehr ausgeglichen sind, dass wir nicht von einem einzelnen Spieler abhängig sind. Ziel ist es, ein homogenes Team zu formen, das als Mannschaft auftritt. Im letzten Jahr hatten wir sechs Spieler, die im Schnitt zehn oder mehr Punkte erzielt haben. So wünsche ich mir das auch für die kommende Saison.

?Inwiefern werden sich die Regeländerungen bemerkbar machen?

!Man merkt, dass das Spiel ein bisschen anders ist. Es ist mehr Platz da für das Offense-Spiel. Ich bin gespannt, wie sich das in einer kompletten Saison erweisen wird. Es ist nicht so, dass wir unsere Spielweise daraufhin großartig verändert haben, aber man merkt, dass die Verhaltensmuster in der Defensive andere sind.

?Was sehen Sie als realistisches Saisonziel für Ihre Phantoms?

!Es ist schwierig zu sagen, wie stark die Liga ist und wie wir uns da positionieren. Unser Ziel ist es, die Playoffs zu erreichen. Wir wollen uns als Playoff-Team etablieren und mittel- und langfristig immer unter den ersten acht Teams sein, die um die Deutsche Meisterschaft mitspielen.
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