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Neue Treffsicherheit von der Dreierlinie

„Oberkellner“ Carlos Medlock traf gegen Oldenburg auch siebenmal aus der Distanz. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Löwen-Niederlage gegen Oldenburg bleibt in der Tabelle folgenlos.

Von Christoph Matthies, 31.01.2017.

Braunschweig. Ein bisschen erinnerte die Heimpartie der Löwen-Basketballer gegen Oldenburg (76:83) an das vorherige Spiel gegen Alba Berlin. Nach starker erster Halbzeit kam der Einbruch nach dem Seitenwechsel, als der Gegner den Druck in der Verteidigung erhöhte. Ganz unzufrieden waren die 2471 Zuschauer in der VW-Halle mit ihren Korbjägern dennoch nicht.

Und das zu Recht, wie Löwen-Coach Frank Menz nach der Partie erklärte. „Am Anfang der Saison hat gar keiner mehr irgendwas auf uns gesetzt, da waren wir chancenlos in der Liga“, so Menz, der seine Mannschaft mittlerweile mit den richtig guten Klubs auf Augenhöhe sieht – zumindest für lange Phasen eines Spiels.

Herausragender Akteur bei den Gastgebern war Aufbauspieler Carlos Medlock, der sieben von acht Dreiern versenkte und auf 28 Punkte kam. Medlock stand damit exemplarisch für eine neuentdeckte Stärke der Löwen: Fünfmal in den vergangenen sieben Partien haben sie mindestens 37 Prozent ihrer Distanzwürfe getroffen, und niemals unter 30 Prozent – starke Werte. Nachdem die Löwen lange das Team mit der schlechtesten Dreier-Quote waren, haben sie sich mittlerweile auf Rang 13 emporgearbeitet.

Verantwortlich dafür ist vor allem Medlock, der seit Ende November Traumquoten fabriziert. In dieser Zeit traf der 29-jährige Amerikaner sensationelle 58 Prozent von der Dreipunktelinie. Kritiker, die den Liga-Neuling zu Saisonbeginn als nicht BBL-tauglich abstempelten, müssen mittlerweile Abbitte leisten.

Dass die Löwen derzeit drei Siege Vorsprung vor Abstiegsplatz 17 haben, hat allerdings nicht nur mit der „enormen Entwicklung“ (Menz) der Löwen zu tun, sondern auch mit dem Unvermögen der Konkurrenz. Rasta Vechta, derzeit Schlusslicht der auf 17 Teams geschrumpften Tabelle, hat seit 13 Partien nicht mehr gewonnen. Und auch die Tigers Tübingen, als Tabellensechzehnter direkt hinter den Braunschweigern, warten seit nunmehr neun Spielen auf ein Erfolgserlebnis.

Die Löwen wollen am kommenden Samstag (20.30 Uhr) in Jena die nächsten Punkte für den Klassenerhalt einfahren.
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