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Neuanfang in Liga zwei

Der Braunschweiger Judo Club zieht sich aus der 1. Bundesliga zurück.

Von Jens Radulovic, 17.10.2010

Braunschweig. Die Relegationsrunde der Judo-Bundesliga, die für den 23. Oktober angesetzt war, entfällt mangels Masse. Nachdem sich bereits vor Tagen der Bundesliga-Vorletzte SC Berlin zurückgezogen hatte, tritt jetzt der Braunschweiger Judo Club (BJC) den freiwilligen Gang in die 2. Bundesliga an.


Da auch Zweitligist Spremberg kein Interesse an der 1. Bundesliga hat, bleibt für zwei Bundesligastartplätze mit Zweitligist Bottrop nur noch ein Interessent. Daher wird in der höchsten deutschen Kampfklasse ein Startplatz frei bleiben, berichtet Honner Hornuß, 1. Vorsitzender des BJC.
„In der nächsten Saison wollen wir mit jungen, talentierten Nachwuchsathleten einen Neuanfang in der zweiten Liga wagen“, sagt Hornuß und betont: „Wir wollen oben mitkämpfen.“ Dafür sorgen sollen vor allem eigene Talente und ambitionierte Judoka aus dem Bundesleistungszentrum Hannover. Hornuß bedauert den Rückzug aus der Eliteklasse, sieht dazu aber keine Alternative. „Wir können uns derzeit finanziell keinen konkurrenzfähigen Kader auf Erstliganiveau leisten“, sagt Hornuß.
Der Hauptgrund für den Rückzug sei, dass in der zweite Liga ein billigerer Kader ohne Top-Athleten reiche. „In der Bundesliga braucht man einen großen Kader, um die immer wieder vorkommenden Ausfälle von Judoka, die auf Lehrgänge, zu Weltmeisterschaften, internationalen Turnieren und so weiter fahren, aufzufangen. Das ist sehr teuer.“
Zwar wären fast alle Athleten an Bord geblieben, aber die Kaderstärke hatte bereits in der abgelaufenen Saison häufig nicht gereicht, um alle Kampfklassen zu besetzen. Und in naher Zukunft wäre es noch schwerer geworden, einen ausreichend großen Kader bereitzustellen: „2012 stehen Olympische Spiele an. Da hätten uns die internationalen Top-Athleten im Vorfeld der Spiele noch öfter nicht zur Verfügung gestanden.“
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