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„Natürlich sind wir Außenseiter“

Basketball-Bundesliga: Phantoms erreichen die Playoffs – Sonnabend Spiel eins in Oldenburg.

Von Christoph Matthies, 05.05.2010

Braunschweig. Nach sieben Jahren sind die New Yorker Phantoms zurück in der Meisterschafts-Endrunde. Am Sonnabend (14.40 Uhr) treffen die Basketballer im Niedersachsenderby auf die EWE Baskets Oldenburg.

„Das war die schönste Niederlage meines Lebens“, machte ein sichtlich gelöster Jose Mourinho, Trainer von Inter Mailand, aus seinem Herzen keine Mördergrube, nachdem seiner Mannschaft am Mittwoch der vergangenen Woche trotz einer 0:1-Niederlage beim FC Barcelona der Einzug ins Finale der Fußball-Champions-League gelungen war.
Sebastian Machowski, Headcoach der New Yorker Phantoms Braunschweig, verwies am Sonnabend – befragt, ob er nach einer Niederlage je so zufrieden gewesen sei – auf eben dieses Zitat seines portugiesischen Trainerkollegen. Zuvor hatten Machowskis Bundesliga-Basketballer zwar nach durchwachsener Leistung in Frankfurt den Kürzeren gezogen, aufgrund der gleichzeitigen Niederlage der Artland Dragons Quakenbrück das Fernduell um die Playoff-Qualifikation jedoch für sich entscheiden können.
Sieben triste Jahre lang mussten Braunschweigs Basketballfans auf die Meisterrunde verzichten. Zuletzt gelang 2003 gegen die EWE Baskets Oldenburg immerhin der Einzug ins Halbfinale, wo man sich Alba Berlin mit 2:3 geschlagen geben musste. Seitdem waren mittelmäßige Spielzeiten, ständig wechselnde Gesichter und sogar ein sportlicher Abstieg an der Tagesordnung. Tabellenplatz acht nach der diesjährigen regulären Saison bedeutet dagegen, endlich wieder aktiv am Kampf um den Meistertitel teilnehmen zu können – erneut im Viertelfinale gegen Oldenburg. „Gegen den amtierenden Deutschen Meister und Ersten der Hauptrunde sind wir natürlich nur Außenseiter“, macht Nils Mittmann, Teamcaptain der Phantoms, deutlich, wie klar die Rollen von Favorit und Underdog in der Playoff-Serie gegen die Westniedersachsen verteilt sind. Dass es dennoch durchaus möglich ist, als Achter der Hauptrunde über den haushohen Favoriten zu triumphieren, bewiesen die Artland Dragons Quakenbrück im Mai 2007, als sie Alba Berlin in der ersten Playoff-Partie überraschen und die „Best-of-Five“-Serie schließlich gar mit 3:0 für sich entscheiden konnten. „Gerade als Außenseiter ist das erste Spiel wichtig. Kann man es für sich entscheiden, schwenkt das Momentum um. Dann hat der Favorit plötzlich noch mehr Druck“, weiß Mittmann, der mit Ludwigsburg selbst einmal das Halbfinale der Basketball-Bundesliga erreichte.
Der Traum vom Weiterkommen, er lebt also bei den Phantoms. Sicher erscheint vor dem schweren Auswärtsspiel am Sonnabend in Oldenburg (14.40 Uhr, live in Sport1) indes nur eines: „Schöne“ Niederlagen wie die in Frankfurt wird es in den Playoffs nicht mehr geben.
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