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Nächster Schritt Richtung Titelgewinn

Wolfsburgs Spielerin Isabel Kerschowski. Foto: regios24

Fußball: VfL-Frauen besiegen Turbine Potsdam – Wolfsburgerinnen am Mittwoch gegen Essen.

Von Jörg Kleinert, 09.05.2017.

Wolfsburg. Triumph im Gipfeltreffen: Die Fußballerinnen des Bundesligisten VfL Wolfsburg haben am viertletzten Spieltag den womöglich entscheidenden Schritt Richtung Titelgewinn gemacht. Im Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg setzte sich die Elf von Trainer Ralf Kellermann bei ihrem unmittelbaren Verfolger Turbine Potsdam mit 3:1 (1:1) durch und vergrößerte den Vorsprung auf den Tabellenzweiten auf sechs Punkte. Es war der zwölfte Liga-Sieg des VfL in Folge.

Der Weg für die Wolfsburgerinnen zur dritten deutschen Meisterschaft ist also frei, zumal mit dem FC Bayern auch der zweite Verfolger in Frankfurt einen 2:4-Rückschlag hinnehmen musste und nun bereits sieben Punkte hinter dem VfL liegt. Somit ist klar: Am Mittwoch (10. Mai) kann der VfL deutscher Meister werden. Voraussetzung ist zum einen, dass die Kellermann-Elf ihr Heimspiel im AOK Stadion gegen Pokal-Halbfinalist SGS Essen (Anpfiff 18 Uhr) gewinnt und dass zeitgleich Potsdam beim Vorletzten Leverkusen nicht über ein Remis hinauskommt.
Im altehrwürdigen „KaLi“ in Babelsberg erwischte der VfL einen Traumstart.

Caroline Hansen verwandelte souverän einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung (5.). Potsdam benötigte einige Zeit, um sich von dem Rückstand zu erholen, profitierte aber von einem Patzer von Babette Peter, deren Rückpass zu kurz geriet. Potsdams Tabea Kemme behielt frei vor VfL-Torhüterin Almuth Schult die Nerven und traf zum 1:1 (28.).

Im zweiten Durchgang legte der VfL einen Blitzstart hin. Mittelfeldspielerin Anna Blässe, nicht für große Torgefahr bekannt, nutzte eine Unkonzentriertheit der Turbine-Abwehr mit ihrem ersten Saisontor zur 2:1-Führung (48.). Tessa Wullaert legte schnell nach. Ihr Solo schloss die Wolfsburgerin mit einem satten Schuss unter den Querbalken ab – das 3:1 (56.), die Vorentscheidung. Der VfL konterte in der Folgezeit gefährlich – Hansen und Harder verpassten das 4:1 knapp – und musste nur noch eine Schrecksekunde verkraften, als die Freistoßflanke von Potsdams Felicitas Rauch am Querbalken landete (62.).

„Glückwünsche zum Sieg nehme ich an, Glückwünsche zur Meisterschaft allerdings nicht“, sprach VfL-Trainer Ralf Kellermann unmittelbar nach dem Spiel in die TV-Kameras. „Man wird in ganz Deutschland keinen Trainer finden, der drei Spieltage vor dem Saisonende bei sechs Punkten Vorsprung bereits Glückwünsche annimmt.“
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