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Nächster Heimsieg für die Löwen

Double-Double und fünf Blocks: Geoffrey Groselle zeigte gegen Bayreuth eine überzeugende Vorstellung. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Gegen Raoul Korners Bayreuther gewinnen die Braunschweiger mit 82:63.

Von Christoph Matthies, 08.01.2017.

Braunschweig. Ohne ihren an Fieber erkrankten Trainer Frank Menz ging es für die Löwen-Basketballer gegen ihren Ex-Coach, den Österreicher Raoul Korner, der im Sommer nach Bayreuth gewechselt war. Gegen den hohen Favoriten hätte der Rückrundenstart für die Braunschweiger gar nicht besser laufen können – der vor allem auch in dieser Deutlichkeit überraschende 82:63 (38:34)-Heimsieg war vor 2531 Zuschauern in der Volkswagenhalle die bisher beste Saisonleistung der Löwen.

Der interimsweise zum Cheftrainer aufgestiegene Assistant Coach Stephen Arigbabu sah schon in der Anfangsphase, wie sich seine Löwen als klarer Außenseiter gegen den Tabellenvierten sehr gut schlugen. Zwar schoss Bayreuths Trey Lewis, einer der besten Dreierschützen der Liga, sein Team zunächst aus der Distanz in Führung, doch schon wenig später, als Carlton Guyton hinten den Ball klaute und vorne stopfte, stand es 4:3 für die Löwen.

Point Guard Carlos Medlock und Dyshawn Pierre bauten die Löwen-Führung aus, Mitte des ersten Viertels traf Pierre per Hakenwurf zum 14:8. Doch die Oberfranken wären keine Spitzenmannschaft der Liga, wenn sie sich so früh abschütteln lassen würden. Mit einem 15:19-Rückstand ging das Korner-Team in die erste Viertelpause. Bis zur Halbzeit sollte dieser Rückstand konstant bleiben. Dazwischen stand allerdings je ein starker Run beider Teams.

Den Auftakt machten die Löwen, die sich bis auf 36:23 absetzen konnten, als Jamal Boykin einen Hand-off vortäuschte und daraufhin völlig unbedrängt zum Korb ziehen konnte – Korner konnte mit seiner Defensive in dieser Phase gar nicht zufrieden sein. Das änderte sich allerdings bald, und vorne taute nun Point Guard Kyan Anderson auf, der die Gäste mit einem Schlussspurt wieder bis auf 34:38 heranbrachte.

Doch auch in der zweiten Halbzeit machten es die Gäste den Braunschweigern oft zu leicht, manchmal hatte man den Eindruck, die Bayreuther wollten den Abstiegskandidaten mit halber Kraft und angezogener Handbremse bezwingen. Dass dies nicht klappen würde, machten die Löwen schon zu Beginn des dritten Viertels deutlich, als sie sich erneut von den Gästen absetzten. Hatte es wenige Sekunden nach der Halbzeit noch 38:36 gestanden, als Gäste-Center Andi Seiferth getroffen hatte, legte das von Arigbabu betreute Team nun einen 19:4-Lauf hin, den Forward Tim Schwartz mit einem Korbleger komplett machte. Plötzlich stand es 13 Minuten vor Schluss 57:40 für die Löwen, und Raoul Korner schien der Verzweiflung nahe zu sein.

Dass die Gastgeber auch im Schlussviertel nicht mehr wackelten und ihre Führung gar noch ausbauten, bewies einmal mehr, welch eine Entwicklung sie in den vergangenen Monaten unter Frank Menz, Stephen Arigbabu und Liviu Calin durchgemacht haben. In der Defensive und im Rebound ein ganz anderes Team als zu Saisonbeginn, als man noch mit 48:96 in Bayreuth unterlegen war, und vorne mit viel mehr Ballbewegung und besseren Entscheidungen: Wenn die Löwen, die als Sechzehnter der BBL-Tabelle nun drei Siege Vorsprung auf einen Abstiegsplatz haben, so weitermachen, dürfte das Unternehmen Klassenerhalt kaum gefährdet sein.

Für die Löwen punkteten: Pierre 19 (9 Rebounds), Guyton 15, Medlock 14, Groselle 13 (13 Rebounds, 5 Blocks), Theis 7, Schwartz 5, Boykin 4, Klepeisz 3, Simon 2, Ebert.
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