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Nach Verletzung: „Überhaupt ins Ziel kommen“

Leichtathletik: Cornelia Schwennen startet bei der Deutschen Meisterschaft für die LG Braunschweig über 5000 Meter.

Von Daniel Beutler, 11.07.2010,


Braunschweig. Bei der Deutschen Leichtathletikmeisterschaft am 17./18. Juli im Eintracht-Stadion startet Cornelia Schwennen für die LG Braunschweig. Im Interview erklärt die 5000-Meter-Läuferin, was sie sich erwartet und warum Leichtathletik zu den spannendsten Sportarten gehört.

? In einer Woche geht es los. Sind Sie top vorbereitet?

! Leider nicht, weil ich bis vor kurzem noch eine Verletzung mit herum geschleppt habe. Im Winter habe ich mir eine Entzündung an der Ferse geholt, die ich nicht richtig auskuriert habe. Deshalb konnte ich erst vor fünf Wochen richtig mit dem Laufen beginnen.

? Was haben Sie sich dann für die DM vorgenommen?

! Überhaupt ins Ziel kommen (lacht). Das Problem ist einfach, dass ich nicht weiß wo ich stehe. Vergangenes Jahr hätte ich gesagt ich will unter die Top-drei. Aber mir fehlt einfach der Rhythmus und das Gefühl. Deshalb erwarte ich nicht zuviel und schaue einfach, was drin ist.

? Kann man da nicht was mit einer guten Taktik ausgleichen?

! Man überlegt sich zwar vor einem Rennen, wie man an die Sache rangeht. Aber es passiert zuviel beim Lauf selber, daher wird das schwer.

? Wie sind Sie eigentlich zur Leichtathletik gekommen?

! Ich habe ich meiner Jugend viel Sport gemacht. Meine Mutter meinte, der Sportverein sei der beste Babysitter. Bei der Leichathletik bin ich aber hängen geblieben. Ich war immer sehr gut und so führte das eine zum anderen.

? Stört Sie eigentlich die relative Unbekanntheit der Leichtathleten?

! Mich selber nicht, aber ich finde es für den Sport schade. Bei keinem anderen steht so der Leistungsvergleich im Vordergrund. Da gibt es kein Glück und Zufall. Da zählt nur, wer der Beste ist

? Warum sind Sie zur LG Braunschweig gekommen?

! Ich war bis zum Winter 2009 noch bei meinem kleinen Dorfverein im Emsland, bei dem alles angefangen hat. Als ich nach Hannover zum Studium der Tiermedizin gegangen bin, lag der Schritt einfach nahe. Mit Sören Ludolph und Jonas Hamm sind zwei aus meiner Trainingsgruppe bei der LG. Aber ich war ja gleich verletzt. Ich bin also ein schlechter Einkauf (lacht).

? Sie haben auf der 1500-Meter-Strecke angefangen. Gibt es noch etwas, das Sie reizt?

! Ich werde schon bei den Laufdisziplinen bleiben. Etwas Technisches werde ich nicht mehr anfangen. Ich laufe im Herbst gerne Straßenrennen über zehn Kilometer und im Winter Cross.

? Wird Ihnen beim Laufen mal langweilig?

! Nein. Bei Wettkämpfen hat man eh keine Zeit zum Nachdenken und wenn ich im Training laufe, gibt es immer etwas, über das ich mich aufregen kann oder ich lasse den Tag Revue passieren (lacht).
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