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Nach grandioser erster Halbzeit am Ende grandios gescheitert

Im zweiten Viertel war die Phantoms-Welt noch in Ordnung: Im Nachsetzen trifft Harding Nana den leichten Korbleger. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Phantoms verlieren in der VW-Halle mit 83:88 (49:36) gegen Tübingen.

Von Christoph Matthies, 03.11.2013.

Braunschweig. Nach ganz starken ersten 20 Minuten fehlten den Phantoms-Basketballern gestern gegen eine zähe Tübinger Verteidigung die zündenden Ideen. 83:88 hieß es am Ende einer Partie mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten.

Vor der Pause sahen die 3878 Zuschauer in der VW-Halle ein Basketballspiel, das in Sachen Entertainment kaum Wünsche offen ließ. Mitte des ersten Viertels zum Beispiel, als der wurfstärkste Phantoms-Akteur seine „Isaiah-Swann-Show“ startete und drei Dreier in zwei Minuten versenkte, den dritten zum 21:9-Zwischenstand. Mit drei krachenden Dunks machte auch Kyle Visser richtig viel Spaß. Zehn Punkte und acht Rebounds standen für ihn zur Halbzeit in der Statistik.
Es gab noch mehr Highlights in Hälfte eins, die die Phantoms-Fans von den Sitzen rissen. Eine Korbabwehr von Harding Nana gegen Tübingens Josh Young etwa, die in die Kategorie „Monsterblock“ gehörte. Das Sahnehäubchen einer höchst unterhaltsamen Halbzeit setzte aber Isaiah Swann, der mit der Sirene aus der eigenen Hälfte seinen vierten Dreier zum 49:36-Pausenstand versenkte – die Halle stand Kopf.
Wer Braunschweigs Basketballer kennt, der weiß nicht erst seit dem Heimspiel gegen Trier, dass auf eine sehr gute erste Halbzeit manchmal eine ganz schlechte zweite folgt. So auch gestern wieder: Beide Teams wirkten nach der Pause wie verwandelt, Tübingen verteidigte nun richtig stark, den Phantoms gelang minutenlang nichts. 50 Sekunden vor Viertelende war es Rückkehrer Nils Mittmann, vergangene Saison noch Phantoms-Kapitän, der per Dreier zum 61:61 ausglich.
Herausragende Spieler wissen, wann es Zeit ist, ihr Team mit beherzten Einzelaktionen wachzurütteln. Immanuel McElroy ist so ein Spieler: Der Routinier zog im letzten Viertel immer wieder mit allem was er hat zum Korb, hielt den schwächelnden Gastgeber so in der Partie. 200 Sekunden vor Spielende führten die Phantoms nach zwischenzeitlichem Sechs-Punkte-Rückstand wieder mit 77:76 – schafften es danach aber nicht mehr, einen Feldkorb zu erzielen, während die abgezockten Tübinger Nadjfeji und Ratkovica den Sack für die Gäste zumachte.
Für die Phantoms punkteten: Visser 17, McElroy 17, Swann 16, Doornekamp 14, Nana 10, Florence 7, Land 2.
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