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Nach drei Pflichtspielen immer noch ohne Niederlage

Gehörte zu den Aktivposten beim Pokalspiel in Bremen: Eintrachts Seung-Woo Ryu. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Nach dem Pokalsieg muss Eintracht am Sonntag nach Kaiserslautern.

Von Elmar von Cramon, 19.08.2014.

Braunschweig. Während Eintrachts Zweitliga-Fußballer mit dem 1:0 gegen den Bremer SV in die zweite Runde um den DFB-Pokal einzogen, mussten zehn Erst- und Zweitligisten die Segel streichen. Vor dem anstehenden Auswärtsauftritt beim 1. FC Kaiserslautern (Sonntag 13.30 Uhr) bleiben die Löwen so auch weiterhin ungeschlagen.

Mehr als ein glanzvoll herausgespielter Erfolg zählt im unberechenbaren Pokalgeschäft auch für Torsten Lieberknecht nur der Einzug in die nächste Runde: „Letztlich verdient jede Mannschaft, die ein Tor mehr schießt, das Weiterkommen, dennoch wissen wir die Partie auch einzuordnen.“
Insgesamt wundert sich der Eintracht-Coach über das massenhafte Favoritensterben nicht unbedingt: „Der Pokal kann sehr unangenehm werden, das haben wir im vergangenen Jahr in Bielefeld selbst erlebt. Die Angst vor einer Blamage ist groß, und wenn Du Dein erstes Pflichtspiel bestreitest, ist es egal, ob Du Champions-League-Teilnehmer bist oder nicht.“
Seine Mannschaft tat sich bis zum Tor von Havard Nielsen ebenfalls schwer, und auch nach der Führung hatten die ansonsten tief verteidigenden Bremer die Chance auf den Ausgleich: „Es war ein typischer Spielverlauf; nutzt Du zu Beginn Deine Torchancen nicht, hast Du irgendwann den Torwart warmgeschossen, und der Gegner wird immer selbstbewusster“, so Lieberknecht. Er gab trotzdem unumwunden zu, dass „einige nicht gerade Werbung in eigener Sache gemacht haben.“ Neuzugang Seung-Woo Ryu gehörte neben Havard Nielsen und Keeper Rafal Gikiewicz nicht dazu und war maßgeblich am Führungstreffer beteiligt: „Er ist ein großes Talent, wird aber noch ein bis zwei Wochen brauchen, um gewisse Dinge zu verinnerlichen“, dämpft sein Coach allzu hohe Erwartungen an den Leihspieler.
Im zweiten Auswärtsgastspiel erwartet der 41-Jährige eine intensive Partie gegen einen der heißesten Aufstiegsanwärter: „Beim Sieg über 1860 München hat man den Geist vom Betzenberg und eine leidenschaftliche Mannschaft gesehen. Durch die Umstrukturierung des Teams ist klar, wo der Weg hingehen soll.“
Die eigene Entwicklung, nach drei Pflichtspielen immer noch ohne Niederlage zu sein, stimmt ihn derweil auch im Hinblick auf sein eigenes Team zuversichtlich: „Es freut mich, eine Mannschaft zu sehen, die in der Lage ist, sich entwickeln zu können.“
Für den Auftritt bei den „Roten Teufeln“ dürfte Vegar Eggen Hedenstad (muskuläre Beschwerden) wieder mit von der Partie sein, nachdem eine MRT-Untersuchung keinen Befund ergab. Saulo Decarli, der ebenfalls über muskuläre Beschwerden geklagt hatte, soll diese Woche ebenso wie Björn Kluft (nach Muskelfaserriss) wieder ins Training einsteigen. Ein Einsatz am Betzenberg kommt laut Lieberknecht wegen des Trainingsrückstandes aber „wahrscheinlich zu früh“.
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