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Nach der Pause sind die Löwen chancenlos

Thomas Klepeisz (links) erzielte 19 Punkte für die Löwen. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Beim FC Bayern verlieren die Braunschweiger mit 89:74.

Von Christoph Matthies, 30.12.2016.

Braunschweig. Als krasser Außenseiter gingen die Löwen-Basketballer am Freitagabend in die Begegnung beim Tabellenvierten der Bundesliga, dem FC Bayern München. Das Ziel hieß, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Das gelang – allerdings nur eine Halbzeit lang. Im zweiten Durchgang wurden die Bayern stärker und siegten souverän mit 89:74 (43:47).

Respektlos und nicht wie ein Abstiegskandidat präsentierten sich die Löwen dafür in der ersten Halbzeit. Nach knapp zwei Minuten traf Carlos Medlock per Distanzwurf zum 7:4 für die Niedersachsen, die erst gegen Ende des ersten Viertels gegen die Bayern in Rückstand gerieten. Mit klangvollen Namen wie Anton Gavel, Bryce Taylor, Nihad Djedovic oder Reggie Redding liest sich der Bayern-Kader wie ein BBL-Allstar-Team – in der zweiten Halbzeit spielte die Heimmannschaft auch wie ein solches.

Erstmal waren aber die Braunschweiger am Drücker. Und einer wollte es in München offensichtlich besonders wissen. Tommy Klepeisz, der Österreicher in Reihen der Löwen, schenkte den „Nachbarn“ aus Bayern richtig ein. Diese wollten sich gerade etwas absetzen, führten mit 26:20, als Klepeisz den Schalter umlegte und brutal heißlief.

Nach 80 Sekunden im zweiten Viertel traf der österreichische Nationalspieler seinen ersten Dreier, einen Notwurf von ganz weit draußen. Nur 30 Sekunden später wurde es noch wilder, als er beim Dreier gefoult wurde. Der Wurf fiel dennoch und Klepeisz vollendete das Vier-Punkte-Spiel zum 27:28 aus Löwen-Sicht. Neuzugang Jamal Boykin legte wenig später einen Dreier nach und das Spiel war wieder ausgeglichen (30:30).

Die Löwen machten konzentriert weiter, Klepeisz baute seine Bilanz bis zur Pause auf 15 Punkte aus (vier Dreier), und zur Halbzeit führten völlig überraschend die Gäste mit 47:43 – acht ihrer 13 Dreierversuche hatten sie bis dahin getroffen. So durfte es für das Team von Trainer Frank Menz gerne weitergehen. Das tat es aber leider nicht.

Nach sechs schnellen Punkten nach der Pause führten die Bayern wieder mit 49:47, dann aber antwortete Dyshawn Pierre mit einem weiteren Distanzwurf zum 49:50. Insgesamt lief aber nicht mehr viel bei den Löwen, Fehlpässe und schlechte Wurfentscheidungen luden den FCB, bei dem Center Devin Booker am Ende bester Punktesammler (14) war, zu leichten Zählern auf der Gegenseite ein. Außerdem fanden nun auch die Münchener ihr Glück aus der Distanz. Nick Johnson etwa, der zum Ende des dritten Viertels auf 68:57 für das Heimteam erhöhte.

Nach dem 25:210-Viertel nach der Pause machten sich die Bayern im Schlussabschnitt schnell daran, den Vorsprung auszubauen. Als Danilo Barthel, im Sommer aus Frankfurt gewechselter Nationalspieler, vier Minuten vor Spielende per Dreier auf 83:67 stellte, war die Partie entschieden. Die Braunschweiger, darunter auch Tommy Klepeisz, der gemeinsam mit Dyshawn Pierre (19 Punkte) Topscorer der Begegnung wurde, hatten ihre heiße Händchen in der Kabine vergessen – und wurden von den Münchenern in den zweiten 20 Minuten auch viel besser zugemacht.

Für die Löwen punkteten: Klepeisz 19, Pierre 19, Medlock 11, Boykin 10, Groselle 7 (9 Rebounds), Theis 5, Guyton 2, Simon 1, Schwartz.
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