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Nach dem 4:0-Heimsieg sind die VfL-Frauen Spitzenreiter

VfL-Jubel nach dem Tor zum 2:0 durch Emily Van-Egmond (Nummer 5). Foto: regios24

Fußball-Bundesliga: „Wölfinnen“ bezwingen Hoffenheim – Ralf Kellermann übergibt sein Amt als Cheftrainer am Saisonende an Stephan Lerch.

Wolfsburg, 04.04.2017.

Spitzenreiter! Die Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg grüßen nach ihrem 4:0 (2:0)-Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim vom Platz an der Sonne. Die „Wölfinnen“ profitierten dabei vom Ausrutscher des bisherigen Tabellenführers Turbine Potsdam, der sich mit einem 1:1-Remis bei der SGS Essen begnügen musste.

41 Punkte, jeweils eine Tordifferenz von plus 29: Der Titelkampf im „Oberhaus“ des Frauenfußballs könnte sechs Spieltage vor Saisonschluss kaum spannender sein. Wobei der VfL nun aufgrund der mehr geschossenen Treffer den ersten Tabellenplatz innehat und der Gejagte ist.

Vor 1214 Zuschauern im AOK Stadion entwickelte sich vom Anpfiff weg eine muntere Partie zwischen zwei Mannschaften, die ihr Heil in der Offensive suchten. Emily van Egmond (12.) und Lara Dickenmann (16.) hätten die Gastgeberinnen früh in Führung bringen können, vergaben jedoch. Auf der Gegenseite musste VfL-Torfrau Almuth Schult gleich zweimal ihr ganzes Können aufbieten, um gegen Nicole Billa (17.) und Fabienne Dongus (19.) einen Rückstand zu verhindern.
In der 38. Minute durften die „Wölfinnen“ dann jedoch jubeln: Nach einem Foul an Pernille Harder gab es einen Strafstoß, den Caroline Hansen zum 1:0 verwandelte. Damit nicht genug: Wenige Sekunden vor der Pause erhöhte van Egmond per Kopf auf 2:0 für die Schützlinge von Trainer Ralf Kellermann.

Diesen Schwung nahmen die Wolfsburgerinnen auch mit in die zweite Hälfte und sorgten hier schnell für klare Verhältnisse. Keine 180 Sekunden nach Wiederanpfiff erzielte Pernille Harder auf 3:0 – die endgültige Entscheidung für den VfL. Mit ihrem zweiten Tor des Tages stellte Emily van Egmond in der 77. Minute dann den 4:0-Endstand her.

Damit hielten gleich zwei Serien der „Wölfinnen“: Im achten Duell mit der TSG Hoffenheim gab es den achten VfL-Sieg. Und: Es war bereits das neunte Bundesliga-Spiel in Folge, in dem das Kellermann-Team die drei Punkte einfuhr.
„Wir sind zunächst nicht so richtig in das Spiel reingekommen, da fehlte uns nach den vergangenen Wochen, die mental sehr viel Kraft gekostet haben, vielleicht etwas die Frische“, gab Kellermann zu: „Die Tore sind für uns dann zum besten Zeitpunkt gefallen.“

Dass sein Team jetzt als Tabellenführer in die Pause gehe, „ist eine schöne Momentaufnahme“. Die Kellermann-Elf kann nun zwei Wochen regenerieren, ehe es am 16. April im Halbfinale des DFB-Pokals beim SC Freiburg weitergeht (Anstoß 15 Uhr).

Wie der VfL gestern bekanntgab, wird Ralf Kellermann zum Ende der Saison 2016/2017 sein Amt als Cheftrainer der Frauen-Bundesligamannschaft des VfL Wolfsburg an den bisherigen Assistenztrainer Stephan Lerch übergeben. Der 48-Jährige wird sich bei den „Wölfinnen“ künftig auf seine Funktion als sportlicher Leiter fokussieren, um die weitere Professionalisierung des Frauenfußballs am Standort Wolfsburg zielgerichtet und nachhaltig voranzutreiben.
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