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Mutige Turner verlieren mit 0:4 gegen Köln

Kein Durchkommen: Kölns Kevin Vogt scheitert am braun-weißen Abwehrbollwerk. Foto: T.A.

Fußball: Kölns Anthony Ujah beendet Braunschweiger Träume – 45 Minuten hielt der kämpferische Außenseiter das 0:0.

Von Jonas Dräger, 16.08.2014.

Braunschweig. Das größte Spiel der Vereinsgeschichte der Freien Turnerschaft ist vorbei. Die Braun-Weißen verloren gestern ihre Pokalpartie mit 0:4 (0:0) gegen den 1. FC Köln, ernteten aber Lob und Anerkennung.

„Wir wollten mehr Tore schießen, aber der Braunschweiger Torwart hat mehrfach gut gehalten,“ resümierte Kölns Trainer Peter Stöger auf der abschließenden Pressekonferenz. Daniel Reck hatte die Freien Turner in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten. Bereits nach wenigen Sekunden lenkte er einen Kopfball von Anthony Ujah an die Unterkante der Latte, wenig später rettete er erneut gegen den Kölner Stürmer, den Nachschuss von Yuya Osako kratzte Marco Behrens von der Linie.
Danach fiel dem Bundesligisten aus Köln aber herzlich wenig ein. Einzelaktionen waren die Folge. Doch sowohl Ujah (21.) als auch Olkowski (30.) scheiterten an Reck. Chancen für den Außenseiter gab es quasi keine. Julian Eggers setzte eine Ecke ans Außennetz (22.), Philipp Stucki verpasste eine Flanke nur knapp (43.). Trotzdem wurde der 0:0-Halbzeitpfiff von den 9067 Zuschauern (knapp 3000 aus Köln) mit stehenden Ovationen gefeiert, schließlich hatten die Turner kämpferisch alles geboten.
Der Traum von der Pokalsensation endete mit dem Anpfiff zur 2. Halbzeit. Yuya Osako schlug einen langen Pass auf Ujah, der den Ball vom Strafraum an Reck vorbei ins Tor lupfte (46.). Nur wenige Minuten später war es wieder Ujah, der diesmal von Daniel Halfar mustergültig bedient wurde und den Ball zur 2:0-Vorentscheidung in den Winkel zimmerte (52.). Köln schonte nun die Kräfte, schlug aber noch zweimal zu. Matthias Lehmann überwand Daniel Reck mit einem wunderschönen Heber (63.) aus 20 Metern, ehe Simon Zoller kurz vor Ende das 4:0 schoss (87).
„So ein Ding wie heute haben wir noch nie gehabt und sind alle mächtig zufrieden“, bilanzierte Turner-Coach Uwe Walther nach dem Spiel, warnte aber zugleich, dass für die Regionalliga noch zugelegt werden müsse. Selbstverständlich werde man aber noch ein Bier auf das größte Spiel der Vereinsgeschichte trinken.
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