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"Müssen uns etwas einfallen lassen"

Will sein Torkonto erhöhen: Eintrachts Gerrit Holtmann. Foto: SH

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht gegen Freiburg mit dezimiertem Kader - Kein neuer Zweitligavertrag für Pfitzner.

Von Elmar von Cramon, 15.04.2016.

Braunschweig. Das Duell mit Tabellenführer SC Freiburg am Montag (20.15 Uhr) ist eins der Highlights unter den für Eintracht noch ausstehenden fünf Saisonspielen. Allerdings plagen Torsten Lieberknecht vor dem Duell mit den bärenstarken Freiburgern erhebliche Personalprobleme. Besonders im hinteren Bereich bieten sich den Löwen kaum noch personelle Alternativen an.

"Freiburg ist ganz klar auf Erstligakurs. Bei uns geht es darum, die vielen Verletzten zu kompensieren und uns etwas einfallen zu lassen", erklärt der Eintracht-Coach, der die Zweikämpfe gegen die Breisgauer als spielentscheidend ansieht: "Die Eins-gegen-eins-Situationen werden das große Thema sein"
Obwohl ihm bei der gestrigen Übungseinheit nur 16 Feldspieler zur Verfügung standen, freut er sich auf den "Reiz", die Herausforderung der dünnen Personaldecke zu lösen: "Wir mussten in dieser Spielzeit durch die Ausfälle von tragenden Säulen sehr viele Rückschläge einstecken, konnten das aber immer irgendwie kompensieren." Neben den Rekonvaleszenten Marcel Correia, Phil Ofosu-Ayeh und Maximilian Sauer erweiterte sich das Eintracht-Lazarett am vergangenen Wochenende noch durch Damir Vrancic (Muskelfaserriss) und Joseph Baffo (Innenbandteilabriss). Mirko Boland, dessen Hüftbeschwerden mit einer Stoßwellentherapie bekämpft werden, steht nach wie vor auf der Kippe. "Er absolviert bis Montag ein Sonderprogramm, wir werden sehen, ob es für einen Kaderplatz reicht", so Lieberknecht skeptisch. Da bei der U23 ebenfalls Verletzungssorgen vorherrschen und die U19 in der A-Jugend-Bundesliga um den Klassenverbleib kämpft, will der 42-Jährige nach einer internen Lösung Ausschau halten.
Auch Adam Matuschyk, der gegen Heidenheim den ersten Treffer eingeleitet hatte kann sich einen Einsatz in der Zentrale jedenfalls vorstellen, selbst wenn diese Position "Neuland" für den 20-fachen polnischen Nationalspieler wäre: "Letztlich entscheidet der Trainer, grundsätzlich ist man froh zu spielen und nimmt jede Position an, um der Mannschaft zu helfen." Der Mittelfeldmann freut sich auf die Herausforderung, in einem Flutlichtspiel gegen den Tabellenführer antreten zu können. "Wir werden versuchen, dem Gegner ein Beinchen zu stellen", so der 27-Jährige, der seine bisherige Bilanz bei den Blau-Gelben selbstkritisch betrachtet, nun aber hofft, auf seine gute Leistung in Heidenheim aufbauen zu können: "Grundsätzlich fühle ich mich sehr wohl in der Mannschaft und im Umfeld und würde meine bisherigen Leistungen als durchschnittlich ansehen. Ich habe höhere Ansprüche an mich selbst und weiß, dass noch Luft nach oben ist. In den noch ausstehenden Spielen und in der neuen Saison will ich der Mannschaft mit noch besseren Leistungen helfen."
Im Gegensatz zu Matuschyk werden Damir Vrancic und Marc Pfitzner in der kommenden Spielzeit nicht zum Zweitligaaufgebot der Löwen zählen. Während die Zeichen bei Vrancic schon vorher auf Abschied standen, gab Eintracht nach der Verpflichtung des Dresdners Quirin Moll bekannt, dass auch Pfitzner kein neues Zweitliga-Vertragsangebot erhalten wird, stattdessen aber zukünftig in der U23 auflaufen soll. "Mit seinen Charakter-Eigenschaften, seinem Kampfgeist und seiner Identifikation ist er für die jungen Spieler ein Vorbild. Daher würden wir ihn gern als Führungsspieler in die U23 einbinden", so Marc Arnold, der sich sehr gut vorstellen kann, den 31-Jährigen auch nach seinem Karriereende "dauerhaft an Eintracht zu binden." Andere Clubs, wie der 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden, sollen jedoch ebenfalls am 31-Jährigen gebürtigen Braunschweiger interessiert sein, der seit 2007 im Kader der ersten Mannschaft steht und in fast 200 Punktspielen zum Einsatz kam.
So könnten sie spielen: Gikiewicz - Reichel, Decarli, Kijewski - Boland (Zuck), Schönfeld, Matuschyk, Hochscheidt (Omladic) - Holtmann, Khelifi - Kumbela (Tietz).
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