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„Müssen uns cleverer verhalten“

Packender Zweikampf im Hinspiel: Maxi Beister (M.) gegen Norman Theuerkauf (l.). Foto: Getty

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht erwartet am Sonnabend im Stadion den Hamburger SV.

Von Elmar von Cramon, 12.02.2014.

Braunschweig. Für Eintrachts Erstliga-Fußballer geht es darum, einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf zu landen. Das Heimspiel gegen den Hamburger SV (Sonnabend, 15.30 Uhr) kann die Braunschweiger wieder näher an die Nichtabstiegsplätze heranrücken lassen.

Der krisengeschüttelte Gegner will allerdings ein weiteres Abrutschen vermeiden. Das letzte Nordderby gegen den HSV vor heimischer Kulisse hatten die Blau-Gelben vor mehr als 29 Jahren mit 3:1 für sich entschieden.
Das 0:3 vom vergangenen Sonnabend in Frankfurt möchte Torsten Lieberknecht am liebsten so schnell wie möglich vergessen machen: „Der Doppelschlag vor der Pause hat das Spiel geprägt und uns komplett ins Hintertreffen gebracht. Es war ein schlechter Auftritt von uns, den wir abgehakt haben, um nun in Richtung HSV zu schauen.“
Die Partie steht aufgrund der Tabellensituation und der unruhigen Lage an der Elbe unter erhöhtem medialen Fokus. Für den Eintracht-Coach spielt dies aber nur eine untergeordnete Rolle: „Solche Spiele haben Brisanz, das ist klar. Meine Mannschaft will die Hinspielniederlage wettmachen, ansonsten interessiert es mich aber herzlich wenig, welche Probleme der HSV gerade hat. Wir müssen bessere Antworten finden als gegen Frankfurt und uns cleverer verhalten.“
Damit meint der 40-Jährige vor allem den taktisch-spielerischen Bereich: „Wir müssen nicht nur kämpferisch und läuferisch über die Leistungsgrenze hinausgehen, sondern auch taktisch und uns beispielsweise fragen, wie wir den Raum aufgeteilt haben“, fordert Lieberknecht, der mit seiner Mannschaft auch weiterhin in Ruhe arbeiten kann: „Andere schlagen sich die Köpfe ein, für uns ist die Situation aber nicht neu. Das Team, dem es gelingt ruhig zu bleiben, sich aber dennoch kritisch zu hinterfragen, wird im Abstiegskampf bessere Chancen haben. Hellsehen kann niemand, deshalb wissen wir alle nicht, wie die Situation in vier Wochen ausschaut“.
Neuzugang Salim Khelifi könnte erstmals im Kader stehen und gegen den HSV sein Debüt feiern. Laut Lieberknecht ist aber offen, ob es zum Debüt des Schweizers kommt: „Von Salim darf man keine Wunderdinge erwarten. Ich werde ihn mir im Training ansehen und freue mich, wenn ich das Gefühl bekomme, dass ich ihn aufstellen kann.“
Zuvor hatte er angedeutet, dass es im Bezug auf die Kaderplätze „ungemütlich“ werden könne und erläutert diese Aussage wie folgt: „Ich werde in dieser Woche noch intensiver auf die Trainingsleistungen schauen. Es kann schon sein, dass es am Ende der Woche bei Einigen große Augen gibt.“
Fehlen dürften neben den Langzeitverletzten Torsten Oehrl und Gianluca Korte auch Dennis Kruppke und Timo Perthel, die noch Trainingsrückstand aufweisen. Bei Kevin Kratz könnte eine schwere Prellung mit Bluterguss eine Pause nach sich ziehen, während Marco Caligiuri und Damir Vrancic wieder einsatzbereit sind.
So könnten sie spielen: Davari - Reichel, Dogan, Bicakcic, Kessel (Correia) - Theuerkauf, Pfitzner (Vrancic) - Hochscheidt, Boland, Bellarabi (Elabdellaoui) - Nielsen (Ademi).
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