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“Müssen auf dem Teppich bleiben“

Fußball: Co-Trainer Darius Scholtysik hat bereits zum dritten Mal bei Eintracht angeheuert

Von Elmar von Cramon

Braunschweig. „Einmal Löwe, immer Löwe“, lautet die Begründung von Darius Scholtysik dafür, wieso er zum mittlerweile dritten Mal bei Eintracht angeheuert hat. „Ich musste nicht lange überlegen als mich Torsten Lieberknecht angerufen hat, ob ich Co-Trainer werden möchte.“ Im Nachhinein wohl eine sehr gute Entscheidung, denn schließlich gelang es dem Trainerduo, mit ihrem Team am letzten Spieltag der vergangenen Saison die Qualifikation für die dritte Liga zu erreichen.

Scholtysik wurde 1966 im oberschlesischen Hindenburg geboren und spielte bereits im Jugendbereich erfolgreich. So wurde er beispielsweise 1985 mit Bayer Leverkusen deutscher A-Jugendvizemeister und landete 1987 beim Bundesligisten Bayer Uerdingen: „Das war eine sehr lehrreiche Zeit; ich kann jedem Spieler raten, sich Dinge bei erfahreneren Akteuren abzuschauen“, sagt Scholtysik, der damals unter anderem mit den Nationalspielern Matthias Herget, Holger Fach, Stefan Kuntz und Rudi Bommer in einer Mannschaft spielte. Die Ansammlung von guten Akteuren sorgte allerdings auch dafür, dass er die Krefelder nach 24 Bundesligaspielen Anfang der 90er Jahre wieder verließ: „Es hat halt einfach nicht geklappt“, blickt der gestern 42 Jahre alt gewordene Ex-Profi ohne Groll zurück.
Über die Stationen Stade Leuven (Belgien), SpVgg Bayreuth und Arminia Bielefeld landete er 1995 bei den Sportfreunden Siegen: „Wir hatten dort immer eine super Kameradschaft und sind mehrere Male knapp am Aufstieg in die zweite Liga gescheitert. Außerdem habe ich meine Frau dort geheiratet und unsere beiden Töchter sind ebenfalls dort zur Welt gekommen“, blickt er zufrieden auf die Zeit im Siegerland zurück.
Im Jahr 2000 wechselte er gemeinsam mit seinem Mitspieler Afrim Kuci das erste Mal in die Löwenstadt. Trotz Herbstmeisterschaft gelang der Aufstieg allerdings nicht: „In der Hinrunde haben wir damals über unserem Niveau gespielt und sind später in einen Negativlauf geraten.“ Am Ende der Saison beendete Scholtysik seine Karriere und arbeite zunächst als Scout und Torwarttrainer für die „Löwen“. Außerdem absolvierte er bis 2003 eine Ausbildung zum Physiotherapeuten, bevor er 2005 als B-Jugendtrainer abermals zu Eintracht zurückkehrte und als B-Jugendcoach 2007 den Aufstieg in die Bundesliga feiern konnte: „Das war ein toller Erfolg.“
Dennoch verließ er den Verein und heuerte als Co-Trainer bei der Regionalligamannschaft des VfL Wolfsburg an, von Dauer war sein Gastspiel dort jedoch nicht: „Es gibt Vereine, die einen nicht mehr loslassen und Eintracht gehört dazu“, sagt der ehemalige Abwehrspieler, der froh ist gemeinsam mit Torsten Lieberknecht eine gemeinsame Philosophie umsetzen zu können: „Der Star ist das Team, das ist für uns das allerwichtigste.“ Nach vielen hektischen Jahren bei den Blau-Gelben wäre Scholtysik diesmal außerdem mit einem ruhigeren Saisonverlauf zufrieden: „Wir müssen von Anfang an auf dem Teppich bleiben und wollen eine vernünftige Saison spielen.“
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