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Mit viel Risiko haben die Adler die Lions-Serie stoppen können

Lions-Runningback David McCants (vorne) hatte wieder viele starke Aktionen, wurde am Ende aber zur tragischen Figur, weil er den Ball 50 Sekunden vor Abpfiff an die Adler verlor. Foto: Reißner

Football: Im Berliner Regen unterliegen die Lions mit 26:34 – Endspiel um Nordtitel in Dresden.

Von Daniel Beutler, 01.09.2013

Braunschweig. Zwölf Siege in Serie, gestern Abend war Schluss. Die 26:34-Niederlage bei den Berlin Adlern bringt den New Yorker Lions ihr erstes Endspiel. Statt einer Vorentscheidung gestern, geht es Sonnabend in Dresden um die Nordmeisterschaft.

Der letzte Ballbesitz der Lions,
58 Sekunden vor Abpfiff, wurde zum Synonym für das ganze Spiel. Die Braunschweiger lagen 26:34 zurück, als Lions-Runningback David McCants den Ball nach dem Kick-off der Adler in die Hände bekam. Und der US-Amerikaner wollte unbedingt das Spiel noch rumreißen, wollte es so unbedingt, aber es lief schief. Der regennasse Ball wurde ihm aus der Hand geschlagen, die Berliner sicherten ihn, und der Überraschungscoup war perfekt.
Dafür haben die Adler vom Anpfiff weg viel riskiert, und das wurde belohnt. Zum einen, weil sie ihre Spielzüge bemerkenswert gut ausführten, zum anderen, weil die Lions durch die Bank unkonzentriert wirkten und unbekannte Schwächen zeigten. Sie wollten unbedingt, aber es klappte zu viel nicht. In der Abwehr konnten die Gäste kaum Druck aufbauen, ließen sich oft überrumpeln. Im Lions-Angriff hatte die Offense Line Probleme, den Druck der Adler abzuhalten. So gelangen den Berlinern 21 Punkte, ehe die Braunschweiger 50 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff „Stopp“ sagten. Niko Lester fing einen Pass des starken Adler- Spielmachers Kevin Ramay ab.
20 Sekunden später das 7:21. Lions-Quarterback Casey Therriault feuerte den Ball über 50 Yards bis zehn Yards vor die Endzone, wo Niklas Römer nur die Hände aufzuhalten und zum Touchdown auszulaufen brauchte.
Nach dem Wiederanpfiff trug McCants den Ball umgehend zum 14:21 zurück. Und nun waren die Braunschweiger besser im Spiel. Ein Fieldgoal gelang den Gastgebern zum 24:14, ehe die Therriault-Römer-Kombo in gleicher Manier auf 20:24 verkürzte. Jetzt wurde es zunehmend intensiviver und emotionaler. Die Lions stemmten sich mit ihren gestern bescheidenen Möglichkeiten gegen die Niederlage, und die Adler sahen die Chance für die große Überraschung. Das 31:20 der Adler sieben Minuten vor Abpfiff konnte McCants kurze Zeit später mit einem langen Lauf zum 26:31 beantworten. Aber Berlin behielt den Ball fünf der restlichen sechs Minuten, erzielte das Fieldgoal, in dessen Anschluss McCants die letzte Chance auf den 13. Sieg aus den Händen rutschen ließ.
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