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Mit Selbstvertrauen an den Main

„Nichts Ernstes“: Kyle Visser gab nach Spielende Entwarnung. Der Center war kurz vor der Pause umgeknickt und nicht zurückgekehrt. In Frankfurt will er aber wieder dabei sein. Foto: T.A.

Basketball-Bundesliga: Die Löwen treten am Sonnabend (18.30 Uhr) bei den Skyliners an.

Von Christoph Matthies, 03.12.2014.

Braunschweig. Trotz einer Schrecksekunde um Center Kyle Visser konnten die Löwen am Sonntag wieder jubeln. Nach dem 89:73 (41:37)-Sieg gegen Crailsheim reisen die Basketballer nun nach Frankfurt, wo am Sonnabend (18.30 Uhr) in der Ballsporthalle ein Tabellennachbar wartet.

„Man hat gesehen, dass wir derzeit nicht mit viel Selbstvertrauen spielen“, bewertete Raoul Korner das Auftreten seines Teams vor 2219 Zuschauern in der VW-Halle. Ausgerechnet die Verletzung eines Leistungsträgers war es, die seine Mannschaft schließlich beflügelte: Kurz vor der Halbzeitpause knickte Center Kyle Visser um und blieb auf dem Parkett liegen, bevor er, gestützt von Mitspielern, zur Bank humpelte – und auch nach dem Seitenwechsel nicht mehr zurückkehrte.

Visser hatte bis dahin ein ordentliches Spiel gemacht, war mit acht Punkten und sieben Rebounds auf Double-Double-Kurs. Nun war es an anderen, für ihren Kapitän in die Bresche zu springen. „Als Kyle ausfiel, wussten wir, dass wir jetzt noch mehr kämpfen, noch griffiger werden mussten“, beschrieb Tim Abromaitis die Situation, plötzlich ohne echten Center dazustehen. Schließlich fehlte auch Maurice Pluskota mit einem Außenbandriss im Sprunggelenk.

Insbesondere Aufbauspieler Dru Joyce, Routinier Derrick Allen und eben Abromaitis nahmen nun das Heft in die Hand und führten die Löwen zum letztlich ungefährdeten Erfolg gegen das Schlusslicht der Bundesliga-Tabelle. Letzterer mit seinem besten Spiel im blau-gelben Trikot: 24 Punkte (9/13 aus dem Feld) und acht Rebounds hatte der US-Forward am Ende gesammelt. Das gefiel auch Coach Korner: „Er hat in den letzten Wochen schon klare Tendenzen nach oben gezeigt. Ich hoffe, dass ihm das Spiel Selbstvertrauen gibt.“

Eben dieses werden die Braunschweiger auch brauchen, wenn sie am Sonnabend in Frankfurt antreten. Die Skyliners, als Vierzehnter im Klassement punktgleich mit und nur einen Platz unter den Löwen, befinden sich derzeit im Aufwind. Trotz Verletzungssorgen konnten die Hessen zuletzt zwei Partien gewinnen, darunter am Sonnabend beim überraschend starken MBC in Leipzig. Tim Abromaitis trifft gegen die Skyliners auf seinen Vorgänger im Löwen-Dress, den Kanadier Aaron Doornekamp. Auch der konnte nach schwachem Start zuletzt Selbstvertrauen tanken: Beim MBC war er mit 16 Punkten Topscorer.
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