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Mit Muskelkraft von Küste zu Küste

Zwei Teams der Landessparkasse starten bei der 32. Ausgabe des Radrennens „Race Across America“ – Spendensammlung für den guten Zweck.

Von Christoph Matthies, 12.06.2013

Braunschweig. Am Sonnabend beginnt mit dem „Race Across America“ eines der längsten und härtesten Radrennen der Welt. Gleich zwei Teams aus Braunschweig wollen die USA in rund sechs Tagen durchqueren – und dabei reichlich Spendengelder für den guten Zweck sammeln.

Seine erste Teilnahme am Radrennen quer durch die USA, von Kalifornien bis an die Ostküste, hat bei Lutz Tantow Spuren hinterlassen. Wenn der Pressereferent der Braunschweigischen Landessparkasse vom „Race Across America“ (RAAM) 2011 berichtet, gerät er ins Schwärmen. Dann erzählt er vom klaren Sternenhimmel über dem Palomar-Observatorium. Von der reichen Vegetation der Rocky Mountains und der kargen und doch beindruckenden Landschaft des Monument Valley. Oder von alten, von der Zeit offenbar vergessenen Tankstellen inmitten der Wüste, deren Zapfsäulen auch Requisiten in einem in den fünfziger Jahren spielenden Wim-Wenders-Film sein könnten.
Nichts für Sockenbügler
Das RAAM ist jedoch keine Spazierfahrt, wer hier dabei sein will, muss fit sein und an seine Grenzen gehen. Mit zwei Teams ist die Landessparkasse in diesem Jahr am Start. 2011 gelang mit einem Vierer-Mixed-Team gleich eine in 30 Jahren unerreichte Rekordzeit, rund sechs Tage und vier Stunden brauchten die Rennradler für die rund 4800 Kilometer. In diesem Jahr sind die „Sparkassen-Racer“ gleich mit zwei Mannschaften am Start, einem Viererteam und einem physisch noch mehr geforderten Zweierteam. Chef des größeren Trupps, der neben den vier Radsportlern auch noch einen neunköpfigen Tross aus Betreuern, Wohnmobil- und Pace-Car-Fahrern dabeihaben wird, ist wie vor zwei Jahren Lutz Tantow, der erneut auf optimale Bedingungen hofft. 2011 hätte in Sachen Wind und Wetter einfach alles gestimmt, sodass der promovierte Literaturwissenschaftler die sportlichen Ziele bescheiden formuliert: „Wenn wir die Zeit vom letzten Mal erreichen, bin ich sehr zufrieden. Wenn wir eine Minute schneller sind, bin ich überglücklich.“
„Wie tickt das Team?“
Roland Holz wird neben Florian Bögge sowie Winfried und Tobias Barkschat für das „Team Hausinvest“ fahren, für das „Team DCM Aviation Highflyer“, ebenfalls nach einem Sponsor benannt, gehen Torsten Bierwisch und Ralf Hagendorff an den Start. Außer den attraktiven Landschaften und der sportlichen Herausforderung ist der erfahrene Radrennfahrer Holz, der schon auf Kuba, in Südafrika oder in Flandern auf dem Sattel saß, auf das Zusammenspiel mit seinen Mitstreitern gespannt. „Interessant ist besonders dieses psychologische Moment: Wie tickt das Team?“ Immer nur ein Fahrer pro Mannschaft wird zeitgleich in die Pedalen treten, über die Wechselstrategien kann jede Equipe eigenständig entscheiden.
Respekt hat Holz besonders vor den Appalachen, dem Gebirgszug im Osten der USA, der den Fahrern mit seinen steilen Aufstiegen kurz vor dem Zieleinlauf alles abverlangen wird. „Das wird noch einmal ein richtiges Brett. Deshalb musst du so fahren, dass du am Ende noch was im Tank hast“, beschreibt der 45-jährige Designer seine Herangehensweise. In den flachen Ebenen des Mittleren Westens, wo hunderte Meilen weit nur Präriegras und riesige Rinderherden die Strecke säumen, heißt es also Kräfte sparen.
Geld für den guten Zweck
Noch wichtiger als das Abschneiden auf der Rennstrecke vom kalifornischen Badeort Oceanside bis zur Ziellinie im Hafen von Annapolis (Maryland) ist beim RAAM der karitative Aspekt. Für insgesamt vier Projekte sammeln die beiden Teams Spendengelder. Neben dem Verein Mukoviszidose und „Ladies on Tour“, einem Radfahr-Förderprogramm für Migrantinnen, auch für die „Deutschlandstipendien“ und das im August in Braunschweig stattfindende Rad-Event des ADFC.
Jede der 55 zu absolvierenden „Time Stations“ ist für 200 Euro zu erwerben, dafür gibt es ein Erinnerungsfoto mit Firmenlogo oder Familiennamen. Mehr Infos und mehrmals tägliche Updates zum RAAM und den „Sparkassen-Racers“ gibt es ab Sonnabend online unter www.blskblog.de – Bilder der Landschaften, die Lutz Tantow ins Schwärmen bringen, selbstverständlich inklusive.
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