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Mit guten Titelchancen nach Dublin

Budokan-Trainer Christian Lohmann (3.v.li.) mit seinem WM-Aufgebot (von links): Nele Hellmer, Sarah Langer, Mathis Theiser, Michelle Langer, Anne Helmboldt und Elea Borho. Fotos: Matthies

Sechs Kickboxer der Kampfsportschule Budokan reisen zur WM – Seit Juli Training im neuen Dojo in der Büchnerstraße.

Von Christoph Matthies, 27.08.2016.

Braunschweig. An Titeln mangelt es ihnen nicht, den Kickboxerinnen und Kickboxern der Kampfsportschule Budokan. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft, die in der kommenden Woche in Dublin stattfinden wird, dürfen trotzdem gern noch ein paar dazukommen.

Fünf Mädchen und ein Junge treten in Irlands Hauptstadt an, um Gold im Point Fighting, einer Disziplin des Kickboxen, in die Löwenstadt zu holen. Eine von ihnen, Anne Helmboldt, weiß schon, wie sich das anfühlt: Sie ist die amtierende Weltmeisterin.

Vor einem Monat ist für Budokan eine neue Ära angebrochen. Nach 40 Jahren an der Schöppenstedter Straße sind die Kampfsportler in einen neuen Dojo umgezogen. Boxen, Kickboxen, Taekwondo, Luta Livre oder Mixed Martial Arts (MMA) – all das findet nun im Westen Braunschweigs statt. Die ehemalige Lagerhalle in der Büchnerstraße, einem Gewerbegebiet unweit des einstigen Jolly Joker, versprüht schon kurz nach dem Umzug einen coolen Charme, der so wohl nur in Dojos und Boxhallen zu spüren ist. Außer Budokan trainieren hier auch die Fightholics.

„Das ist ein Traum hier“, sagt Trainer Christian Lohmann über das 600 Quadratmeter große Kampf- und Trainingsareal, das von einem urbanen Graffiti geziert wird. Einige Gründe hätten für den Umzug gesprochen, letztlich sei die günstigere Miete am Stadtrand natürlich auch ein nicht zu unterschätzender Faktor gewesen.

Lohmann ist schon geraume Zeit Junioren-Bundestrainer im Point Fighting, seit zwei Monaten ist er auch Bundestrainer der Erwachsenen. Mit seinem jungen Braunschweiger Team bildet der 34-Jährige eine eingeschworene Gemeinschaft. Klar, dass er am Sonntag mit nach Dublin reist.

Dort sieht er gute Chancen für die sechsköpfige Mannschaft, zumal eine WM mitunter einfacher zu kämpfen sei als eine EM. „Unter Umständen hat man Glück und trifft zuerst auf einen Gegner aus einer nicht so starken Kickbox-Nation. Dann kann man gleich positiv ins Turnier starten“, erklärt der Trainer den Vorteil des bunteren Teilnehmerfeldes.

„Das heißt natürlich nicht, dass unsere Kämpfer sich in die Hosen machen, wenn sie gleich zu Beginn jemanden aus Ungarn oder Irland vor sich haben“, betont Lohmann. „Wer Weltmeister werden will, muss jeden schlagen.“
Sein Team, zumeist amtierende oder ehemalige Deutsche Meister, hat das verinnerlicht. Auch Vize-Weltmeisterin Michelle Langer, die momentan an einer Außenbandzerrung laboriert, ist zuversichtlich. „Ich habe kein schlechtes Gefühl“, ist die 16-Jährige trotz der Verletzung optimistisch, dass in ihrer Alters- und Gewichtsklasse diesmal mehr als der zweite Platz drin sein könnte.
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