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Mit Dave Easley ist das Quartett komplett

Football: Keiner der Nordamerikaner, die vor Saisonbeginn kamen, ist mehr bei den Lions – Zimmermann-Comeback?

Von Daniel Beutler, 11.07.2012.


Braunschweig. „Wir haben gemeinsam entschieden, dass jeder seinen Weg gehen sollte“, berichtet NewYorker-Lions-Cheftrainer Phil Hickey von dem Abschied von Dave Easley.

Es gab zunehmend Verwirrung in der Abwehr, wie die Anweisungen von Easley umzusetzen seien, weil sie zu komplex waren. „Das ist keine Frage der Arbeitsmoral. Dave hat täglich bis zu 14 Stunden gearbeitet. Aber sein Verständnis von Football passt nicht zum europäischen“, erklärt Hickey die Gründe. Somit ist, nachdem Safety Ronald Sears entlassen wurde und Quarterback Michael Herrick und Linebacker Reid Worthington die Lions verlassen, von dem Quartett keiner mehr da.
Für den Ausgang dieser Saison ist das wohl nicht mehr von Bedeutung. Die Playoff-Qualifkation ist äußerst unwahrscheinlich. Der Abstieg, auch wenn die Tabelle ein Zerrbild ist, sollte auch kein Thema werden. So haben die Berlin Rebels, erster Verfolger der Lions, drei Spiele weniger. Am Ende der Tabelle stehen Lübeck und Hamburg mit je vier Punkten weniger.
Für die Aufstellung in der Zukunft derweil ist das schon von Bedeutung. „Ich bin mehr überrascht als jeder andere. Aber ich habe meine Lehren aus den Ereignissen gezogen“, sagt Hickey. Besonders die Überlegung, mit Worthington und Herrick zwei Freunde zu holen, bereut der Headcoach im Nachhinein. „Wenn es einem nicht gut geht, zieht das den anderen auch mit runter. Das ist das Risiko“, meint Hickey, der die Entscheidung von Worthington nachvollziehen kann. Seit einer Verletzung im Trainingslager vor der Saison spiele der Linebacker mit Schmerzen im Bein und habe zudem familiäre Probleme. „Im Fall von Michael kann ich das aber nicht verstehen. Da bin ich, milde gesagt, richtig verärgert“, erklärt Hickey.
Diese Saison werde jetzt mit Mike Friese als Quarterback zu Ende gespielt. „Wir können bis zum nächsten Spiel zum Glück noch viel zusammenarbeiten“, ist Hickey optimistisch, dass Friese der Aufgabe gewachsen ist. Es gelte nur an der Athletik zu arbeiten. Vom Spielverständnis her ist er bereit. Nur einen Ersatzmann braucht der Headcoach noch und schließt dafür die Rückkehr von Dennis Zimmermann nicht aus. „Ich werde ihn auf jeden Fall ansprechen. Als Backup. Aber er muss sich beim Team neu beweisen und sich den Respekt zurückerarbeiten“, macht Hickey deutlich.
Die Neuzugänge der jüngeren Vergangenheit werden derweil bleiben. „Ich habe am Sonntag mit ihnen über alles gesprochen“, berichtet Hickey. Und ein großes Themenfeld gilt es, in den verbleibenden fünf Spielen noch abzuarbeiten. „Die Hälfte des Kaders hat noch nicht verstanden, was es heißt, für die Lions und in der Bundesliga zu spielen. Manche haben die Arbeitseinstellung, die dafür nötig ist, von Geburt, andere lernen sie und manche nie. Mit den ersten beiden Typen kann ich was anfangen“, gibt Hickey die Losung aus. Noch fünf Spiele, die auch schon als Casting für die neue Saison gesehen werden können. Und müssen, will man nicht wieder im Mittelfeld versauern.
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