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Mit Casino aufs richtige Pferd gesetzt

Robert Whitaker hatte auf sein Pferd Casino gesetzt und gewonnen – Löwen Classics gehen heute in die letzte Runde.

Von Marion Korth, 14.03.2010.

Braunschweig. Robert Whitaker aus Großbritannien hat gestern das Veolia Championat, eine internationale Springprüfung mit Stechen, auf seinem Pferd Casino gewonnen. Beste deutsche Teilnehmerin war Janne-Friederike Meyer. Weniger die Höhe der Hindernisse mit bis zu 1,50 Metern, sondern ihre Kombination und die enge Zeitvorgabe erwiesen sich als größte Hürden.

Aber Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann bemerkte bei der Siegerehrung passend: „Ein solches Reitturnier wie die Löwen Classics ist klasse, da gewinnt Braunschweig immer.“ Mehr als 5500 Zuschauer fieberten am Nachmittag in der ausverkauften Halle mit den Reitern und Pferden mit. Auch morgen wird die Halle ausverkauft sein. Turnierorganisator Axel Milkau rechnet zum Abschluss der vier Tage mit insgesamt 30 000 Besuchern, 32 000 waren es 2009. Mit den Stangen fielen die Favoriten – das Veolia Championat gestern bei den Löwen Classics in der VW-Halle schenkte Pferden und Reitern nichts. Den Sieg holte der Brite Robert Whitaker. Über sein Pferd Casino sagte er später: „He was perfect.“ Der Schwede Rolf-Göran Bengtsson auf Quintero la Silla kam in der schwersten Springprüfung des gestrigen Tages mit winzigem Zeitverzug auf Platz zwei, gefolgt von Pius Schwizer aus der Schweiz auf Ulysse. Unter den deutschen Startern ging Janne-Friederike Meyer auf dem zwölfjährigen Holsteiner Cellagon Lambrasco als Vierte und damit beste der deutschen Starter aus dem Stechen hervor.
Sie war die einzige Frau, die es bis dahin gebracht hatte. Und sie war diejenige, die für den ersten Höhepunkt in der Prüfung gesorgt hatte. 48 Starter standen bei der zweiten Qualifikation für die Große Tour auf der Liste. Janne-Friederike Meyer ging als 32. auf den insgesamt 390 Meter langen Parcours mit elf Hindernissen und 14 Sprüngen. Bis dahin hatte niemand einen Null-Fehler-Ritt vorgelegt. Aber ihr gelang die kleine Sensation: Kein einziger Abwurf, allerdings kassierte sie einen Strafpunkt, weil sie mit 67,25 Sekunden die Zeitvorgabe von 66 Sekunden überschritten hatte. Auch im Stechen, für das die Vorergebnisse keine Rolle spielten, lieferte sie einen engagierten Null-Fehler-Ritt. Die männliche Konkurrenz war am Ende nur etwas schneller als sie.
Parcourschef Frank Rothenburger hatte es der internationalen Springreiterelite schwer gemacht: Gleich das erste Hindernis schien eine echte Hürde zu sein, wohl gerade deshalb, weil es so unscheinbar war. Die Dreifach-Kombination mit dem kurzen Einritt erwies sich als nächste „Stolperfalle“. Und dann der Veolia-Oxer mit dem Sponsorenschriftzug, an dem versierte Reiter wie Marco Kutscher, Jeroen Dubbeldam oder Toni Haßmann scheiterten.
Entsprechend freute sich Robert Whitaker über seinen Sieg, besonders, weil Casino eigentlich nicht das schnellste Pferd ist. Auch heute gehen die beiden wieder an den Start, die Große Tour beginnt um 13.20 Uhr. Die Karten sind fast ausverkauft, aber das NDR-Fernsehen überträgt von 13.45 bis 15.15 Uhr live. Robert Whitaker aus Großbritannien (Bild) hat gestern das Veolia Championat, eine internationale Springprüfung mit Stechen, auf seinem Pferd Casino gewonnen. Beste deutsche Teilnehmerin war Janne-Friederike Meyer. Weniger die Höhe der Hindernisse mit bis zu 1,50 Metern, sondern ihre Kombination und die enge Zeitvorgabe erwiesen sich als größte Hürden.
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