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Mit Anlauf zum deutlichen Sieg

Lions-Spielmacher Evan Landi (Mitte) wird immer sicherer in der Rolle als Ersatzmann für den weiterhin verletzten Grant Enders. (Foto: Karsten Reißner)

Die starke Abwehr der NewYorker Lions war das Fundament für den 33:7-Erfolg bei den Adlern aus Berlin.

Von Daniel Beutler

Braunschweig. Es hat etwas gedauert, aber mit etwas Verzögerung kamen die NewYorker Lions in Fahrt und konnten die Hürde Berlin Adler am Ende souverän nehmen. In der Football-Bundesliga gewannen die Braunschweiger am Samstag-Nachmittag mit 33:7 in der Hauptstadt, bewiesen dabei Geduld und dass sie ein Team für die zweite Halbzeit sind.

Erneut ohne den verletzten Quarterback Grant Enders kam der Angriff des amtierenden Deutschen Meisters nur schleppend in Gang. Aber Evan Landi macht seine Sache als Ersatzmann zunehmend besser. So änderte der als Passempfänger verpflichtete Landi einen Spielzug auf dem Feld, weil er etwas in der Adler-Abwehr entdeckte und warf prompt den ersten Touchdown. Der lange Pass auf Anthony Dable war aber obsolet, und das war gar nicht gut, weil die Braunschweiger eine Strafe für Halten bekamen. Das war wie schon zuletzt ein großes Manko in der Offense der Lions. Sie erlaubte sich zu viele Fouls. Was auch dadurch bedingt war, dass die Offensive-Line öfters nicht die Extrazeit für Landi rausholen konnte, ohne unfaire Mittel zu benutzen.
So war zunächst wieder die Abwehr gefragt und die hielt sich, bis auf einen Aussetzer bei den Adler-Punkten, schadlos: Ganz stark. Aus der Ruhe, Fehler machen zu können ohne umgehend bestraft zu werden, kam auch der Angriff langsam in Tritt. Endgültig gelang dies nach der Pause.
Die wohl mittlerweile unter den Lions-Gegnern gefürchtete Leistungssteigerung kam umgehend nach Wiederanpfiff. Cheftrainer Troy Tomlin hat wie in den Wochen zuvor schon die richtigen Worte in der richtigen Lautstärke gefunden, um seine Truppe auf Kurs zu bringen. Die Abwehr war weiter das sichere Fundament, auf dem der Lions-Angriff aufbauen konnte. Eine Interception von dem Ex-Adler Kevin Kus unterstrich die Dominanz der Gäste. Daran änderte auch der unnötige Ballverlust von Passverteidiger Durell Givens nichts, dem nach seiner Interception der Ball vom gegnerischen Quarterback Lemar Thomson wieder abgeluchst wurde. Thomson war Dreh- und Angelpunkt des Berliner Spiels und unter Dauerdruck von der Lions-Abwehr. Der US-Amerikaner konnte zwar oft noch aus ausweglosen Situationen fliehen und Raumgewinne erzielen. Insgesamt reichte das aber nicht, da waren die Braunschweiger zu stark.



Die Punkte:
2. Viertel: 0:3 Tom van Duijn trifft aus rund 30 Yards per Field-Goal zur Führung für die Braunschweiger.
7:3 Adler-Quarterback Lemar Johnson erwischt die Lions-Abwehr auf dem falschen Fuß und läuft über 62 Yards zum Touchdown. Es sollte der einzige große Fehler der Lions-Defense des Spiels bleiben. Point after Touchdown (PAT) Borja Vilanova.
7:10 Noch vor der Pause schlagen die Lions zurück. Anthony Dable setzt sich gegen zwei Adler durch, fängt den Zehn-Yard-Pass von Landi. PAT van Duijn.
3. Viertel: 7:17 Nach der Pause besorgt Landi per kurzem Lauf das entspannende Punktepolster. PAT van Duijn.
7:23 Lions-Fullback Max Merwarth tankt sich aus einem Yard in die Adler-Endzone. PAT-Versuch von van Duijn nicht gut.
7:26 Aus erneut rund 30 Yards klappt es besser. Van Duijn per Fieldgoal erfolgreich.
7:33 Runningback Chris Smith, der die meiste Zeit den früh an der Hand verletzten David McCants sersetzte, macht es mit einem Lauf aus 13 Yard deutlich. PAT van Duijn.
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