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Menz setzt auf junge Deutsche

Nach drei Jahren verlässt Raoul Korner (links) die Löwen-Basketballer. Seinen Nachfolger Frank Menz (rechts) hält Geschäftsführer Stefan Schwope für die „optimale Lösung“. Foto: Hübner

Basketball-Bundesliga: Der neue Löwen-Coach hat viel Erfahrung als (Jugend-)Nationaltrainer.

Von Christoph Matthies, 04.05.2016.

Braunschweig. „Wir haben die optimale Lösung gefunden“, bewertete Löwen-Geschäftsführer Stefan Schwope am Montag die Nachfolge des nach drei Jahren scheidenden Raoul Korner. Kurz zuvor hatten die Basketballer die Katze aus dem Sack gelassen: Headcoach und Sportdirektor der Bundesliga-Basketballer wird der ehemalige Trainer der deutschen A-Nationalmannschaft, Frank Menz. Der Berliner hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

„Wenn jemand in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland sehr gut Basketball spielen konnte, dann hat Frank ihn kennengelernt“, sagte Schwope über den 52-jährigen Menz, der als Trainer Erfahrung in Weißenfels (1. und 2. Liga) und Jena (2. Liga) sammelte, ehe er 2006 in den Trainerstab des DBB wechselte.

Dort war der Vater von drei Kindern bis jetzt für verschiedene Jugend-Auswahlteams (U16, U17, U20) sowie für die A2-Nationalmannschaft zuständig.
Eineinhalb Jahre lang war Menz zudem Cheftrainer der deutschen A-Nationalmannschaft, mit der er bei der EM 2013 in Slowenien allerdings nicht über die Vorrunde hinauskam. Zuvor war er außerdem als Assistent von Dirk Bauermann und Svetislav Pesic tätig.

„Ich habe 2015 mit meiner Frau den Entschluss gefasst, dass ich versuche, in die Bundesliga zu wechseln, wenn sich eine Chance ergibt“, verriet der einstige BBL-Spieler über seine Entscheidung – und betonte dabei, dass er in Sachen Förderung deutscher Talente „Dinge anders und besser machen“ möchte als andere.

„Durch die Doppelfunktion habe ich den Raum, meine Vorhaben in die Tat umzusetzen“, sieht Menz seine Tätigkeit als Trainer und Sportdirektor als Chance. „Ein junges Konzept mit einer sehr, sehr hohen Identität für die Region“ möchte er in Braunschweig verwirklichen – ein Konzept, das besonders auf deutsche Spieler setzt. Als Vorbild nannte Menz die Arbeit, die in den vergangenen Jahren in Frankfurt bei der Ausbildung deutscher Nationalspieler geleistet wurde.

Sein Vorgänger Korner, der die Löwen in Richtung Bayreuth verlässt, glaubt, dass das Konzept mit Menz an der Spitze funktionieren kann. „Bitte unterstützt auch meinen Nachfolger“, hatte der Wiener die Fans in seiner Abschiedsansprache am Sonntag in der VW-Halle aufgefordert.
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