Anzeige

Marc Arnold: „Alles hat im negativen Sinne zusammengepasst“

Konnte den Elfmeter nicht verwandeln: Eintrachts Onel Hernandez. Foto: Susanne Hübner

Fußball: Eintracht verliert 0:2 gegen FC St. Pauli – Tests gegen Gifhorn und Adenbüttel Rethen.

Von Elmar von Cramon, 02.10.2017.

Braunschweig. Nach der 0:2-Niederlage gegen den FC St. Pauli sind Eintrachts Zweitliga-Fußballer zu Beginn der Länderspielpause ins Tabellenmittelfeld gerutscht.
Trotz Personalnot hatten die Löwen eine ansprechende Leistung gezeigt, jedoch zahlreiche Chancen und einen Elfmeter nicht zur Führung genutzt. Zudem musste das Wechselkontingent durch die Verletzungen von Ken Reichel und Jan Hochscheidt schon vor der Halbzeit in Anspruch genommen werden. In der Schlussphase wurden die Löwen dann zweimal ausgekontert und verloren gegen die Hamburger wie in der Vorsaison ihr Heimspiel.
Die Pause vor dem Auswärtsmatch in Duisburg am 13. Oktober (Freitag) überbrückt Eintracht mit zwei Testspielen: Am Mittwoch tritt die Elf von Torsten Lieberknecht um 18.30 Uhr beim MTV Gifhorn an und gastiert am Freitag zur gleichen Uhrzeit beim FSV Adenbüttel Rethen.

„Trotz einer sehr sehr guten Halbzeit haben wir nicht gewonnen. Es hat im negativen Sinne alles zusammengepasst.“, bedauert Marc Arnold den Verlauf des Spiels, das mit einem Offensivfeuerwerk der Blau-Gelben begonnen hatte. Jedoch wollte die Kugel einfach nicht ins Tor, selbst einen Strafstoß inklusive Nachschuss von Onel Hernandez konnte Gästekeeper Robin Himmelmann parieren. „Elfmeter sind Kopfsache, Onel hat Verantwortung übernommen“, macht der sportliche Leiter dem Unglücksraben keinen Vorwurf.
Der gegen die Kiezkicker gefoulte Kapitän Reichel hatte beim DFB-Pokal in Kiel einen Strafstoß vergeben, sich in der Vorsaison beim 1:1 gegen den VfB Stuttgart aber vom Punkt aus erfolgreich gezeigt. In derselben Partie hatte allerdings Mirko Boland Nerven gezeigt, auch die Versuche von Patrick Schönfeld (gegen Fürth) und Christoffer Nyman (gegen Bochum) waren im Vorjahr nicht von Erfolg gekrönt gewesen.
Arnold selbst hatte im Frühstadium seiner Laufbahn für den SSV Ulm einst zehn Elfmeter in einer Spielzeit verwandelt und auch danach eine überwiegend positive Trefferquote aufzuweisen gehabt. „Leider gibt es kaum Möglichkeiten, solche eher mentalen Geschichten zu trainieren“, weiß der Ex-Bundesligaprofi.
Leistungsträger vom Schlage Boland, Schönfeld oder Nyman hätte Eintracht am Sonntag trotzdem dringend gebrauchen können, da die verletzungsbedingten Ausfälle von Reichel (Gehirnerschütterung) und Jan Hochscheidt (Pferdekuss am Knie) die Personalsituation zusätzlich verschärften. „So früh wechseln zu müssen, schränkt die Variabilität für den weiteren Verlauf der Partie drastisch ein“, so Arnold, der dem FC St. Pauli bescheinigte, aus dieser Tatsache Kapital geschlagen zu haben: „Nachdem wir uns für unseren Aufwand nicht belohnt hatten, haben sie das Tempo gut rausgenommen und die Konter mustergültig ausgespielt.“
Letztlich hatten die Blau-Gelben dann nichts mehr zuzusetzen, da mit den Ausfällen von Salim Khelifi und Hendrick Zuck weitere Offensivalternativen fehlten. Für die Löwen gilt es nun, beim nächsten Auswärtsspiel in Duisburg zu punkten. „Wenn wir mit sieben Ausfällen so eine Leistung zeigen, brauchen wir nicht unruhig zu werden. Trotzdem wäre es beim Blick auf die Tabelle hilfreich, eine Serie zu starten“, erklärt Arnold, der im Westen trotz des teilweisen Stimmungsboykotts wieder auf leidenschaftliche Fanunterstützung hofft: „Die Kulisse gegen St. Pauli war deutlich besser als in den Spielen davor. Die anderen Zuschauer haben es honoriert, dass die Mannschaft Gas gegeben hat.“
Zunächst stehen aber die beide Testspiele gegen Gifhorn und Adenbüttel an. „Wir wollen im Rhythmus bleiben und auch den einen oder anderen Nachwuchsakteur einsetzen. Natürlich hoffen wir auch auf eine Menge Tore“, beschreibt der sportliche Leiter die Zielvorgabe für die Länderspielpause.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.