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Mannschaftsgefühl als Höhepunkt der Saison

Football: Die Kapitäne der Lions ziehen nach der verkorksten Spielzeit Hoffnung aus dem letzten, erfolgreichen Spiel gegen Stuttgart.

Von Daniel Beutler, 21.09.2011

Braunschweig. Während sich die Favoriten in den Viertelfinalspielen der Playoffs durchgesetzt haben, können die Bundesliga-Footballer der New Yorker Lions nur zuschauen und auf eine verkorkste Saison zurückblicken.

Vier Siege bei zehn Niederlagen lautet die sportliche Bilanz. Und so benennen die Mannschaftskapitäne Christian Bollmann, Jan Lanser und Christian Petersen denn auch die Niederlagenserie von neun Partien in Foge unisono als Tiefpunkt. Aber sie können der Spielzeit auch Positives abgewinnen. „Das beste ist wohl, dass wir zum Ende der Saison als Mannschaft zusammengefunden haben. Ich hatte am Anfang das Gefühl, wir würden eine gute Saison spielen. Aber erst mit Phil Hickey als Trainer, sind wir von Woche zu Woche besser geworden“, sagt Passempfänger Bollmann, der auf seiner Position der erfolgreichste Lions-Spieler war. Da stört Bollmann auch der eine abgefangene Pass von ihm nicht. „Das war ein Trickspielzug in Essen. Den hatten wir noch nie geübt“, kramt Bollmann in seinen Erinnerungen nach dem bereits verdrängten Ereignis.
Noch nicht lange zurück liegt das letzte Spiel gegen Stuttgart, das die Lions gewannen. „Das würde ich als Highlight der Saison sehen“, meint Offense-Line-Spieler Jan Lanser. „Wir haben die ganze Saison über gesehen, dass wir gewinnen können. Da hat es endlich geklappt und wir konnten den Fans etwas für ihre Unterstützung zurückgegeben“, sagt Lanser, der die Saison als eine verfluchte abhakt. „Wir hatten besonders auch in der Offense Line eine hohe Fluktuation, weil wir vom Verletzungspech verfolgt waren. Vielleicht drei Partien standen die gleichen Spieler im Kader“, sagt Lanser. Und das bringe in einem Mannschafteil, der von der Zusammenarbeit lebt, nun mal Probleme mit.
Verletzungen gab es auch reichlich im Mannschaftsteil von Petersen, der Verteidigung. „Das erklärt zwar nicht die Zu-Null-Niederlage in Stuttgart, aber es hat einen großen Anteil an dem Einbruch nach der Sommerpause“, glaubt der Passverteidiger. Da wären viele Kleinigkeiten zusammengekommen und dann lief nichts mehr. Bei allem Schlechten aber, sieht er seine jungen Mannschaftskollegen in der Passverteidigung auf einem guten Weg. „Sie haben sich weiter entwickelt, werden jedes Jahr besser“, sagt Petersen. Nur die Tiefe fehle in dem Mannschaftsteil noch.
Nicht nur oberflächlich haben derweil die Ereignisse auf und rund um den Trainerstuhl der Lions die Mannschaft berührt, sagt Bollmann. Und da sieht er auch einen Zusammenhang zum Einbruch und der Niederlagenserie: „Die Mannschaft hat viel von dem hin und her mitbekommen“, berichtet der Nationalspieler.
Vom vierten Teamcaptain haben die Lions-Fans und vor allem die gegnerischen Spieler viel mitbekommen. Linebacker Kerim Homri hat die meisten Tackles in der gesamten Bundesliga gemacht. Kein Wunder, dass er von Petersen, neben Defense-Line-Spieler Nelson Mokwena, als die positive Überraschung der Saison genannt wird.
Auf einen unerwarteten Erfolg der Konkurrenz in den Playoffs hoffen alle drei: Die Südgruppenmannschaft aus Schwäbisch Hall habe beste Chancen ins Finale um die Deutsche Meisterschaft zu kommen. Kiel sehen sie zwar als klaren Favoriten. „Aber gönnen würde ich den Titel Schwäbisch Hall“, sagt Petersen.
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