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„Man wird nicht gleich zum Superstar“

Vom „jungen Löwen“ zu den Braunschweig Lions – Bei den Red Cubs fängt für viele Spieler die Football-Karriere an.

Von Daniel Beutler, 21.03.2010.

Braunschweig. Für viele aktuelle Spieler der Bundesliga-Footballmannschaft der Braunschweig Lions hat hier alles angefangen: bei den Red Cubs 94. Der erste Schritt für die heranwachsenden „Football Heroes“.

Knapp 40 Spieler im Alter von sieben bis 14 Jahren zählt der Kader dieses Jahr. Trainiert werden die „jungen Löwen“ (engl. Cubs) vom ehemaligen Lions-Linebacker Nikolai Moskovkin. Und das schon seit 1999. „Spieler wie Christian Bollmann, Benjamin Krahl, Christian Petersen oder Maik Friese haben bei den Red Cubs ihre Laufbahn begonnen“, berichtet der Cheftrainer. Jedes Jahr verlassen circa zehn Jugendliche die Mannschaft in Richtung Junior Lions. Für viele ist dann die Umstellung vom kontaktarmen Flag Football zum Vollkontakt beim Tackle Football ein großes Problem. „Viele kommen damit nicht gleich klar, weil es auch mal richtig schmerzt beim Training. Das ist eine harte Zeit. Man wird nicht gleich zum Superstar“, gesteht Moskovkin.
Dass die jungen Spieler trotzdem weitermachen, das sieht der 30 Jahre alte Coach als eine seiner Hauptaufgaben an. „Ich will die Leidenschaft, den Appetit wecken. Sie sollen hier Blut lecken und es wirklich wollen“, sagt Moskovkin. „Damit sie die Leidenschaft später nicht verlieren.“
Mit das wichtigste Instrument der Trainer dabei ist das Mannschaftsgefühl. „Wir lassen die Großen und die Kleinen in der Mannschaft absichtlich nicht getrennt von einander trainieren, damit sie zusammenwachsen. Die Großen übernehmen Verantwortung für die Kleinen, und die können viel von den Älteren lernen. Und sie lernen Respekt vor den anderen. Das Team ist wie eine Familie, die Halt bietet“, berichtet der Trainer. Das sollen die Spieler auf ihren Weg mitnehmen.
Ansonsten steht für Moskovkin die technische Ausbildung nicht unmittelbar im Vordergrund. Es solle Spaß machen, sagt er, weil sie bei den Junior Lions noch genug lernen würden. Deswegen gehe es nicht darum alles perfekt zu lernen. Die Vorbereitung steht bei den Red Cubs mehr im Mittelpunkt und die körperlichen Voraussetzungen zu schaffen, wie Agilität oder Kraft.
Und das für jeden. „Egal ob dick oder dünn, beim Football gibt es für jeden eine Position“, sagt Moskovkin. „Das wichtige ist, dass man den Biss in den Augen sieht. Die Jungs, bei denen man den sieht, schaffen es auch meist ins Bundesliga-Team.“
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