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Machowski: „Das macht Lust auf mehr“

Basketball-Bundesliga: Erstes Heimspiel gewonnen, Idbihi verloren – Nationalspieler fehlt am Montag in Bremerhaven.

Von Sebastian Walther, 11.10.2009.

Braunschweig. Viel versprechend, auch ohne zwei Leistungsträger, starteten die New Yorker Phantoms am Freitag in die neue Basketball-Saison. Der 80:67 (37:32)-Sieg über Düsseldorf zeigte Stärken und Schwächen der neu formierten Mannschaft auf.

Das Ende des ersten Viertels, für die Braunschweiger kam es zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Den furiosen Beginn quittierten die 3560 Zuschauer zu Recht mit frenetischem Applaus. Hinten dicht gestaffelt und vorne endlich auch von außen gefährlich: Die zwei größten Schwachstellen der letzten Saison scheinen abgestellt. 20:12 hieß es nach zehn verheißungsvollen Minuten.
Die Halbzeit beim Stande von 37:32 kam den Braunschweigern jedoch gerade recht. Gegner Düsseldorf hatte den Respekt abgeschüttelt und die Mannschaft von Sebastian Machowski mit schnellen Gegenstößen ausgekontert. In der Rückwärtsbewegung, vor allem wenn die eigenen Angriffe keine Punkte brachten, waren die Phantoms noch zu anfällig.
Hinzu kam der Ausfall von Yassin Idbihi, der bei einem Punktversuch mit dem Gesicht auf dem Hallenboden landete, zwei Vorderzähne verlor und mit leichter Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste. Sein Einsatz am Montag in Bremerhaven gilt als unwahrscheinlich. Auch auf John Allen müssen die Braunschweiger nach seiner Fußverletzung noch einige Wochen verzichten.
Der Schlusspfiff im ersten Heimspiel der Saison löste eine minutenlange Woge der Begeisterung aus in der VW-Halle, den Zuschauern kam er wohl zu früh.
Es waren Heiko Schaffartzik und vor allem Kevin Hamilton, die Braunschweigs künftige Stärke eindrucksvoll demonstrierten. Das Spiel ist kreativer geworden, auch wenn noch nicht jede schnelle Ballstafette einen Abnehmer fand. Hinzu kamen mit Michael Hicks und Brandon Thomas zwei glänzend aufgelegte Schützen, beide punkteten zweistellig.
„Das macht Lust auf mehr“, befand Machowski und meinte damit auch jene zwei packenden Blocks seiner Spieler, die eindrucksvoll bedeuteten: Diese Mannschaft tritt energisch auf und „ist immer bereit zu kämpfen“, wie Sportdirektor Oliver Braun betonte. Völlig zu Recht bemängelte der Trainer nach dem Schlusspfiff jedoch das Spiel durch die Mitte: „Wir haben noch zu wenig unter dem Korb gearbeitet“. Gegner Bremerhaven gilt hier als besonders stark, nicht nur wegen Jeff Gibbs, dem seit drei Jahren besten Rebounder der Liga. Keiner weiß das besser als Neuverpflichtung Nate Fox. Er trifft am Montag auf Kevin Lyde, mit dem er vor einem Jahr in Estland zusammen aufgelaufen ist.
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