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Luna: „Die Jungs sind einfach super!“

Die Phantoms trainierten mit Schülern des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte

Von Elena Stasewitsch, 11.03.2009

Braunschweig. „Die Kinder sprechen seit Tagen von nichts anderem!“, verkündete der stellvertretende Schulleiter Hans–Jürgen Graune begeistert. Die Bundesliga-Basketballer der New Yorker Phantoms besuchten das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte im Rahmen ihres Projektes Phantoms@School.

Begeistert waren vor allem die sechs Mädchen und 21 Jungen der siebten bis zehnten Klassen, die zusammen mit den Profispielern Nils Mittmann und Phillip Friedel zwei Stunden trainierten. Getragen wurde die Veranstaltung vom Fachleiter der Bereiche Sport und Schwimmen, Markus Keil, und der Gebärdendolmetscherin Angela Borß. Diese begleitete das Training durchgängig und unterstützte damit den Trainer Benjamin Travnizek, der den Schülern verschiedene Basketballübungen zeigte. Die Profis führten die Spieltechniken vor, die sie dann gemeinsam mit den Schülern übten. Die Stimmung in der sehr kleinen Sporthalle des Landesbildungszentrums war nicht nur unter den Spielern sehr ausgelassen und fröhlich, sondern auch unter den etwa 30 Schülern der Sekundarstufe I, die beim Training zusahen.
Wie gut die Kinder die verschiedenen Anweisungen verstehen und wie schnell sie darauf reagieren können, hängt vom Grad ihrer Hörschädigung ab. Lehrer Markus Keil betonte dabei: „Der direkte Kontakt zum Sprechenden ist besonders wichtig.“ Die Kinder würden die Lippenbewegungen der Anderen beobachten und könnten dadurch gewisse Verständigungsschwierigkeiten ausgleichen. Fehle ein solcher Blickkontakt, zum Beispiel zum Trainer oder zu anderen Mitspielern, gleite der Blick der Schüler sofort zur Dolmetscherin. Bei einem richtigen Basketballspiel würden die Kinder auch durch Winken und Aufstampfen auf sich aufmerksam machen, so der Fachleiter. Visualisierung sei für die Schüler besonders wichtig. Beeindruckt sagte Nils Mittmann: „Ich habe keinen großen Unterschied zu Schülern anderer Schulen feststellen können.“
Vergleichsmöglichkeiten gibt es für den Spieler genug, da die Phantoms schon mehrere Schulen der Region besuchten. Nach dem Training verteilten Spieler und Trainer T-Shirts und Eintrittskarten an die mitmachenden Schüler. Für alle Anderen gab es jede Menge Autogramme und Fotos.
Die Resonanz der Schüler auf den Besuch der Phantoms war durchweg positiv. Spielerin Luna Pieschl (15) denkt sogar darüber nach, wieder mit dem Basketball anzufangen und urteilte über die Spieler Mittmann und Friedel: „Die Jungs sind einfach super!“
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