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Löwenduell vor gewaltiger Kulisse

Szene aus dem Hinspiel: Eintrachts Ken Reichel (l.) gegen Ivica Olic (1860 München). Foto: SH

Eintracht bei 1860 München – „Es macht Spaß, vor so vielen Zuschauern zu spielen“.

Von Elmar von Cramon, 28.04.2017.

Braunschweig. Auch beim vorletzten Auswärtsspiel von Eintrachts Zweitliga-Fußballern in dieser Spielzeit ist für Spannung gesorgt: Im Löwenduell gegen 1860 München stehen sich Sonntag ab 13.30 Uhr zwei ehemalige deutsche Meister mit gewaltiger Tradition gegenüber. Während es für die Mannschaft von Torsten Lieberknecht darum geht, im Aufstiegskampf am Ball zu bleiben, brauchen die Giesinger dringend Zählbares, um das Abstiegsgespenst zu verscheuchen.

„Es wird darauf ankommen, dass wir unser Spiel so durchziehen, wie wir das gerne möchten“, erklärt Lieberknecht und zeigt sich zufrieden darüber, dass seine Mannschaft sich in den vergangenen Wochen stets variabel gezeigt hat. Den Sechzigern bescheinigt er ebenfalls, das System des neuen Trainers Vitor Pereira sehr gut umzusetzen, führt allerdings die Drucksituation des Abstiegskampfs als Belastung für das Nervenkostüm der Akteure ins Feld: „Sie stecken in akuten Abstiegssorgen, Existenzängste machen sich breit. Das geht nicht spurlos an den Spielern vorbei. In diese Wunde gilt es, für uns hineinzustechen.“
Rechenspiele in Bezug auf die eigene Mannschaft wischt der Coach mit Blick auf die enge Tabellenkonstellation an der Spitze konsequent zur Seite: „Wir sind relativ nüchtern und beschäftigen uns nicht mit der Tabelle. Erst am 21. Mai nach dem Spiel gegen den KSC werden wir sehen, wo wir uns befinden.“ 14 Zähler Vorsprung auf den sechsten Platz seien dennoch „eine unglaubliche Bilanz“.
Auch der Abstiegskampf, in den neben den Sechzigern die halbe Liga involviert ist, beobachtet der 43-Jährige mit Spannung: „35 Punkte haben immer gereicht, in diesem Jahr wird man aber wohl 40 Zähler benötigen.“
Auch aus diesem Grund rechnet er beim Namensvetter aus der bayrischen Landeshauptstadt auf eine offensive Grundausrichtung und freut sich außerdem auf die große Kulisse. Unter Umständen fällt sogar die Marke von 40 000 Besuchern, nachdem ein Sponsor der Löwen 13 000 Tickets erwarb und bis zu 2000 Eintracht-Fans ihre Mannschaft in den Freistaat begleiten. „Es macht Spaß, vor so vielen Zuschauern zu spielen“, erklärt der Coach, der beim 0:1 in der vergangenen Spielzeit wegen einer Grippe nicht auf der Bank sitzen konnte. „Was ich im Nachgang sehen musste, hat mich sauer gemacht. Es wäre schön, wenn ich das Spiel in diesem Jahr sehen könnte und wir uns besser zeigen“, hofft Lieberknecht.
Neben dem feststehenden Ausfall von Marcel Correia (Reha) drohen auch Quirin Moll (grippaler Infekt) und Phil Ofosu-Ayeh (Kniebeschwerden) auszufallen. Patrick Schönfeld steht hingegen vor seiner Rückkehr. Der Mittelfeldmann hatte unter der Woche in der U23 einen Härtetest über 90 Minuten absolviert und beim 1:2 gegen die Reserve des HSV den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. „Wir haben ihn viel näher an die Mannschaft gebracht. Die Rückmeldungen waren sehr positiv“, freut sich der Fußball-Lehrer.
Während die Saison mit den Löwen im Aufstiegskampf auf die Zielgrade einbiegt, kamen am vergangenen Mittwoch kurzzeitig die Erinnerungen an die Erstligarückkehr vor vier Jahren auf, als Damir Vrancic beim 1:0 in Ingolstadt in letzter Minute den entscheidenden Treffer erzielte.
„Als Darius Scholtysik meinte ’das müsste heute gewesen sein‘, hatte ich das Bild von Damir kurzzeitig vor Augen. Nun gibt es für andere Jungs die Möglichkeit, Geschichte zu schreiben“, so Lieberknecht.
So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Valsvik, Decarli, Sauer (Baffo) - Hernandez, Boland, Schönfeld, Khelifi (Hochscheidt) - Kumbela (Abdullahi), Nyman.
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