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Löwen zum Siegen verdammt

Auf den Einsatz von Suleiman Abdullahi hofft Eintracht-Trainer Lieberknecht. Foto: Hübner

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht erwartet am Sonntag (15.30 Uhr) im Stadion den FC Ingolstadt

Von Elmar von Cramon

Braunschweig. Zum letzten Heimspiel der regulären Saison empfangen die Zweitliga-Fußballer von Eintracht Braunschweig am Sonntag um 15.30 Uhr im Stadion den FC Ingolstadt. Abhängig von den Resultaten auf den anderen Plätzen reichen die möglichen Szenarien vom vorzeitigen Klassenerhalt bis zum Abrutschen auf einen Abstiegsrang. Eines ist aber sicher: Gewinnen die Löwen von Trainer Lieberknecht nicht gegen die „Schanzer“, droht ihnen beim Saisonfinale in Kiel am kommenden Wochenende eine Nervenschlacht.

Wie erwartet begab sich die Mannschaft von Eintracht vorgestern ins Trainingslager nach Salzgitter und kehrt heute zum Abschlusstraining an die Hamburger Straße zurück.
„Es geht um mentale Stärke und darum, mutig zu sein“, betont Torsten Lieberknecht, dass neben der sportlichen Komponente am Sonntag auch der Kopf eine entscheidende Rolle spielen wird. Im Trainingslager wurde deshalb auch die mentale Komponente berücksichtigt. „Die Jungs wissen, dass sie ein wichtiges Spiel vor der Brust haben, trotzdem ist es wichtig, den Kopf auch mal freizubekommen und sich über andere Dinge zu unterhalten“, so der 44-Jährige.
Die Tatsache, dass der eine oder andere Akteur beim Stadionpublikum weniger Kredit besitzt, gehört ebenso dazu. „Bei uns hat der eine oder andere Spieler nicht unbedingt das Standing, das man sich wünscht, um ganz frei Fußball zu spielen. Eventuell müssen sie deshalb auch mal durchs Feuer gehen“, weiß der Eintracht-Coach, und erinnert daran, dass auch Marc Arnold während seiner aktiven Zeit bei Eintracht eine schwierige Phase durchmachen musste: „Am Ende ist er mit Standing Ovations verabschiedet worden, das habe ich auch dem einen oder anderen Spieler gesagt.“
Rechenexempel, ob und wie ein Abstiegsszenario eintreten könnte, sind für Lieberknecht kein Thema: „Wir sind sportlich stark genug, diese Situation abzuwenden und haben oft genug gezeigt, dass es schwer ist, uns zu schlagen.“ Auch die Tatsache, dass sich die Mannschaft in den letzten Heimspielen stets aussichtsreiche Gelegenheiten erarbeitet hat, stimmt ihn optimistisch: „Gegen Dresden haben wir uns in der zweiten Halbzeit ebenso wie gegen Bielefeld viele Torchancen herausgespielt, auch wenn das finale Tor am Ende leider gefehlt hat.“
Von seinen Akteuren möchte er am Sonntag insbesondere Mut zu Distanzversuchen sehen und wünscht sich nach Standardsituationen von den groß gewachsenen Akteuren, „mit Wucht in die Bälle reinzufliegen“.
Als „Wettlauf mit der Zeit“ bezeichnet Lieberknecht die Chance auf ein Mitwirken von Suleiman Abdullahi, der nach wie vor an einer Sprunggelenksverletzung laboriert. „Manni und die medizinische Abteilung versuchen alles“, hofft Lieberknecht auf ein Mitwirken des mit sieben Treffern torgefährlichsten Akteurs.
Nicht mitwirken können Patrick Schönfeld (Muskelfaserriss), Christoffer Nyman (Leisten-OP), Steve Breitkreuz (Knieprobleme) und Joseph Baffo (Reha). Salim Khelifi und der aus der U23 hinzugezogene Ahmet Canbaz fehlen ebenfalls angeschlagen, sollen ab Montag aber wieder ins Training einsteigen.
So könnten sie gegen Ingolstadt spielen: Fejzic – Reichel, Tingager, Valsvik, Becker – Boland, Hochscheidt – Abdullahi, Bulut (Zuck) – Hofmann, Teigl (Kumbela).
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