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Löwen zu stark für Oldenburg

Wieder ganz stark und mit Double-Double: Löwen-Center Scott Eatherton. Foto: Hübner

Basketball-Bundesliga: Im Niedersachsen-Derby gewinnen die Braunschweiger mit 99:88.

Von Christoph Matthies, 02.12.2017.

Braunschweig. Mit 99:88 (51:40) haben die Basketball Löwen ihr Heimspiel am Samstagabend gegen die Baskets Oldenburg gewonnen. Durch den fünften Sieg in der elften Saisonpartie sind die Löwen auf Platz 12 der Tabelle vorgerückt.

Als Scott Eatherton fünf Sekunden vor Schluss sein fünftes Foul bekam und das Spielfeld in der VW-Halle verlassen musste, bekam er den verdienten großen Applaus von den Braunschweiger Fans. Zuvor hatte der Amerikaner den 2589 Zuschauern in der Arena erneut gezeigt, warum er zu den besten Centern der Basketball-Bundesliga gehört.

Vielseitig in der Offensive, ja sogar mit drei erfolgreichen Dreipunktewürfen, dazu erstklassig im Rebound und giftig in der Verteidigung. Besonders in der ersten Halbzeit fanden die Gäste aus Oldenburg kein Mittel gegen Eatherton. In der 2. Halbzeit wurden die Baskets dann physischer, Eatherton musste sogar mit einer Platzwunde an der Lippe raus – konnte aber weiterspielen und beendete die Partie mit überragenden 26 Punkten, 13 Rebounds und zwei Blocks. „Scott war unser bester Mann und der Turm in der Schlacht“, sagte auch Löwen-Trainer Frank Menz, „aber insgesamt war das auch eine sehr gute Teamleistung.“

Dem gab es nicht viel hinzuzufügen. Dabei begannen die Braunschweiger gemächlich, verloren in der Anfangsphase dreimal den Ball und lagen nach sechs schnellen Punkten von Rickey Paulding, dem 35-jährigen Routinier in den Reihen der Gäste, mit 0:6 zurück. Aber dann: Ein wahres Dreiergewitter der Löwen im ersten Viertel, darunter auch ein Treffer vom serbischen Neuzugang Nemanja Jaramaz, der mit 13 Punkten einen guten Einstand feierte, sorgten für eine 29:18-Löwen-Führung nach zehn Minuten.

Die Oldenburger haben in dieser Saison nicht gerade die beste Verteidigung der Liga an den Tag gelegt, und auch die Löwen fanden die Löcher in der Defensive. Immer wieder bekamen sie offene Würfe von außen, und auch unter dem Korb fanden die Braunschweiger immer wieder den freien Mann unter dem Korb – mit 99 Punkten zeigten sie ihre beste Offensivleistung. Drei Minuten nach der Pause hatten sie beim Stand von 57:42 - nach einem beherzten Drive zum Korb von Bazou Koné – ihre bis dahin höchste Führung. Gegen die Aufholbemühungen der Oldenburger halfen dann, etwa beim schon viel knapperen Spielstand von 65:59 – leidenschaftliche Defensivaktionen wie der Monsterblock von Anthony Morse. Der Backup-Center half seinem Team mit viel Energie von der Bank und insgesamt drei Blocks. „Wir waren heute sehr gut vorbereitet. Wir haben unseren Gameplan gut umgesetzt und die Oldenburger Big Men im Griff gehabt“, war auch Löwen-Kapitän Tim Schwartz mit der (Defensiv-)Leistung hochzufrieden.

Auch im Schlussviertel blieben die Löwen souverän, führten drei Minuten vor Schluss gar mit 16 Zählern (92:76), als Zygimantas Janavicius den offenen Scott Eatherton für den Slam Dunk unter der Korb fand. Da brannte nichts mehr an, zumal die Löwen auch ihre zahlreichen Freiwürfe in der Schlussphase gut verwerteten (insgesamt 26/34, 76 Prozent). Als Eatherton fünf Sekunden vor Schluss vom Feld musste, war bei den Löwen-Fans längst feiern angesagt.

Für die Löwen punkteten: Eatherton 26 (13 Rebounds), Lansdowne 22, Janavicius 14 (7 Assists), Jaramaz 13, Koné 9, Klepeisz 7, Schwartz 3, Nawrocki 3, Morse 2 (3 Blocks).
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