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Löwen zahlen in München Lehrgeld

Aufbauspieler Zygimantas Janavicius (hier in einer Szene gegen Bremerhaven) wirkte gegen die Bayern so überfordert wie das gesamte Löwen-Team und blieb ohne Korberfolg. Foto: Hübner

Basketball-Bundesliga: Die Braunschweiger verlieren beim FC Bayern mit 53:111 (30:57).

Braunschweig. Nach dem tollen Saisonstart gegen die Eisbären Bremerhaven (81:68) kamen die Löwen-Basketballer am Dienstagabend beim FC Bayern München mit 53:111 (30:57) unter die Räder. Dabei zeigten die Gastgeber, warum sie als der große Titelfavorit in der Basketball-Bundesliga gehandelt werden.

Es war ein Start-Ziel-Sieg für das mit Ausnahmespielern gespickte Team der Bayern, schon von Beginn an war es nie eine Partie auf Augenhöhe. Bei den Gastgebern fuhr in der Anfangsphase vor allem Center Devin Booker mit der Löwen-Verteidigung Schlitten und sammelte reichlich Punkte. Am Ende wurde Booker, der in Halbzeit zwei viel auf der Bank entspannen durfte, mit 19 Zählern Topscorer. Nationalspieler Danilo Barthel kam auf 14 Punkte.

Den Löwen gelang gleich in den ersten zehn Minuten nur wenig. Man hatte den Eindruck, das Team von Trainer Frank Menz ging mit zu viel Respekt an die Herkules-Aufgabe heran, spielte wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange. Neun Ballverluste im ersten Viertel, so viele wie im gesamten Spiel gegen die Eisbären, zeugten von dieser Unsicherheit. Und so stand es zur ersten Viertelpause bereits 34:14 für die von Aleksandar Djordjevic trainierten Münchner.

Man kann ja versuchen, aus jeder noch so herben Abreibung etwas Positives zu ziehen. Dies fällt nach dem Bayern-Debakel schwer, doch immerhin bekam Menz in der einseitigen Begegnung früh in der Saison die Gelegenheit, seine jungen Doppellizenz-Talente ins kalte Wasser zu werfen. Besonders Big Man Lars Lagerpusch sah mit mehr als 15 Minuten recht viel Spielzeit, in denen er vier Punkte markierte und einen gegnerischen Wurf blockte. Und der 19-Jährige hatte auch eine Erklärung dafür parat, wie man zur Halbzeit schon mit 30:57 zurückliegen konnte. „Wir haben nicht mit genug Energie gespielt“, befand Lagerpusch, „das bestraft eine Mannschaft wie Bayern München von Anfang an.“ Die Rebound-Bilanz, die deutlich zu Gunsten der Bayern ausfiel (41:20), bestätigte die Worte des jungen Braunschweigers.

In Halbzeit zwei hatte die Partie Testspiel-Charakter, zu klar war die Überlegenheit der Bayern. Einen Sieg gegen das Spitzenteam hatten Menz und Co. sicherlich nicht eingeplant, so dass die Löwen mit einem Erfolg nach zwei Spieltagen trotz der deutlichen Packung voll im Soll sind. Am Sonntag (17.30 Uhr, VW-Halle) gegen Bonn sollten die Braunschweiger dann auch wieder eine Siegchance haben.

Für die Löwen punkteten: Bradley 11, Eatherton 10, Lansdowne 10, Morse 6, Klepeisz 5, Lagerpusch 4, Schwartz 3, Koné 3, Figge 1, Ebert, Janavicius, Alte.
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