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Löwen wollen lange Durstrecke vor eigenem Publikum endlich beenden

Ken Reichel und seine Mitspieler wollen morgen gegen Union Berlin den vierten Heimsieg der Saison erkämpfen. Foto: SH

Fußball: Eintracht strebt Heimsieg gegen Union Berlin an – Boland könnte Comeback feiern.

Von Elmar von Cramon, 16.02.2018.

Braunschweig. Im morgigen Heimspiel gegen Union Berlin (Anstoß 13.30 Uhr) wollen Eintrachts-Zweitligafußballer die lange Durststrecke vor eigenem Publikum endlich beenden. Der vierte Heimsieg der laufenden Spielzeit würde den Löwen die dringend benötigte Luft im Abstiegskampf bescheren, da in den kommenden Wochen mehrere Duelle gegen direkte Konkurrenten anstehen.

„Wir brauchen die Unterstützung der Fans und der Stadt“, fordert Torsten Lieberknecht die Anhänger daher auf, seiner Mannschaft bei dem Vorhaben zu helfen; er sieht seine Spieler aber gleichzeitig in der Pflicht, von Anbeginn die entsprechende Leistungsbereitschaft an den Tag zu legen: „Wir sind in der Pflicht voranzugehen, um das Stadion hinter uns zu bringen.“
Eine Erklärung auf die Frage, warum vor heimischem Publikum bislang nur 13 Zähler eingefahren werden konnten und sich seine Mannschaft auswärts leichter zu tun scheint, hat der 44-Jährige aber nicht: „Ich will auch keine suchen, sondern nur das Spiel gewinnen. Dann brauchen wir uns über diese Thematik nicht zu unterhalten, auch wenn die Frage berechtigt ist.“
Gegen die „Eisernen“ wollen die Löwen in jedem Fall mit Zählbarem in der Hand den Platz verlassen, um das Abstiegsgespenst so schnell wie möglich aus dem Eintracht-Stadion zu verscheuchen. „In dieser Situation zählen Punkte, wie man die einfährt, ist egal. Wichtig ist, dass wir über 90 Minuten die Basis abrufen, was die Defensivarbeit angeht“, fordert der Coach, der die Hauptstädter gewohnt kampfstark erwartet: „Sie sind sehr physisch, das hat man in den vergangenen Aufeinandertreffen immer gesehen.“
Wie Eintracht verfügen auch die Berliner zudem über eine hochklassig besetzte Offensive, aus der Steven Skrzybski und Sebastian Polter herausragen. Lieberknecht warnt allerdings davor, sich allein auf das treffsichere Duo zu fokussieren: „Es wäre fatal, sich nur auf diese beiden einzustellen, weil die anderen Jungs drum herum auch ihre Offensivqualitäten mitbringen.“
Aus dem Eintracht-Kader werden die Langzeitverletzten Joe Baffo und Julius Biada fehlen, auch Patrick Schönfeld (Zerrung) muss erneut passen. Ein Fragezeichen steht zudem hinter Steve Breitkreuz (Kniereizung) und Christoffer Nyman (Ermüdung in der Muskulatur).
Erfreulich ist hingegen, dass Mirko Boland wieder komplett im Mannschaftstraining steht und gegen Union zumindest für einen Kaderplatz infrage käme „Er hat weitere Schritte nach vorne gemacht und wäre einsatzfähig“, so Lieberknecht, der sich aufgrund der langen Verletzungspause des 30-Jährigen aber noch nicht entschieden hat, ob er ihn gegen die Berliner aufbieten wird.
Erfreut zeigte er sich zudem über den Trainingseifer der Spieler, die zuletzt nicht im Kader standen, wie zum Beispiel Louis Samson oder Robin Becker: „Das Engagement war sehr hoch, sie sind gewillt, sich besser zu zeigen und kriegen von uns dabei die Hilfe, die sie benötigen.“
So könnten sie spielen: Fejzic - Reichel, Valsvik, Tingager (Breitkreuz), Teigl - Khelifi, Hochscheidt, Samson, Bulut - Abdullahi, Kumbela.
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