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Löwen verlieren trotz starkem Abromaitis

Gegen Bamberg mit 26 Punkten richtig gut drauf, aber zu sehr auf sich allein gestellt: Tim Abromaitis. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Am Sonntagabend unterlagen die Braunschweiger mit 57:77 in Bamberg.

Von Christoph Matthies, 22.02.2015.

Braunschweig. Beim Tabellenführer der Basketball-Bundesliga hingen die Früchte des Erfolges am Sonntagabend ein gutes Stück zu hoch. Das 77:57 (43:30) für die Baskets Bamberg fiel dann am Ende aber doch zu deutlich aus.

In der Halle des Spitzenreiters anzutreten, der zuletzt zwölf Liga-Partien in Folge gewonnen hat, ist schon in Bestbesetzung kein Zuckerschlecken. Bei den in eigener Halle in elf BBL-Begegnungen noch unbesiegten Bambergern fehlten Cheftrainer Raoul Korner zudem noch drei Stammkräfte: Nach den Verletzten Maurice Pluskota (Achillessehne) und Lucas Gertz (Sprunggelenk) musste schließlich auch noch Dru Joyce passen, der an einer Magen-Darm-Grippe laboriert.

Die Ankündung Korners, das Spiel solle zeigen, wie stark sein Team wirklich sei, war somit schon vor dem Tip-Off hinfällig, denn eines ist klar: Ohne ihren Anführer und Kopf, den Playmaker Dru Joyce, sind die Löwen eine ganz andere Mannschaft. So starteten Nicolai Simon neben Immanuel McElroy im Backcourt – beide können mal die Regie des Löwen-Spiels übernehmen, sind aber keine echten Aufbauspieler. Zu viele Ballverluste waren es dann auch, die den Löwen zu Beginn wehtaten. Als Bambergs Flügel Ryan Thompson, der mit 23 Punkten einen richtig guten Abend erwischte, nach knapp drei Minuten einen Korbleger traf, stand es bereits 12:3 für den Gastgeber.

Die Löwen allerdings gaben sich nicht auf und kamen zurück. Besonders einer schien es gegen das derzeit beste Team der Liga besonders gut machen zu wollen. Nach viereinhalb Minuten hatte Tim Abromaitis nach einem verwandelten Dreier schon zehn Punkte auf der Habenseite – und plötzlich stand es nur noch 14:13 für den sechsfachen Deutschen Meister. Der Amerikaner traf insgesamt fünf von sechs Dreiern und war bei Ertönen der Schlusssirene mit 26 Punkten bester Braunschweiger.

Dass die Löwen es nach einem 13-Punkte-Halbzeitrückstand nicht mehr vermochten, die Partie noch zu drehen, lag vor allem daran, dass Abromaitis zu wenig Unterstützung bekam. Kein anderer Braunschweiger punktete zweistellig, besonders Kyle Visser und Trent Lockett blieben blass. Doppellizenzspieler Martin Bogdanov leistete zehn Minuten Aufbaudienste, mühte sich redlich, konnte das Fehlen von Dru Joyce aber auch nicht vergessen machen. Trotzdem schafften es die Gäste, kurz doch noch einmal so etwas wie Spannung unter den 6800 Besuchern der Brose-Arena aufkommen zu lassen. Fünf Minuten vor Spielende traf Trent Lockett einen athletischen Korbleger zum 53:59 aus Sicht der Gäste – und ein Sieg schien wieder in Reichweite. Doch die Bamberger, die keine herausragende, aber doch solide Teamleistung boten und zudem 54 Prozent (13/24) ihrer Dreier trafen, schienen nun endgültig genug zu haben von ihren Gästen. In den Schlussminuten ließ das Team um den Ex-Braunschweiger Daniel Theis den Löwen keine Chance mehr.

Für die Löwen punkteten: Abromaitis 26, McElroy 7, Allen 6, Lockett 6, Bogdanov 5, Visser 3, Adler 2, Simon 2.
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