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Löwen verlieren trotz guter Leistung

Mit 25 Punkten Topscorer der Löwen: Carlton Guyton. Foto (Archiv): Ammerpohl

Basketball-Bundesliga: Würzburg trifft die wichtigen Würfe beim 93:89-Sieg gegen Braunschweig.

Von Christoph Matthies, 17.12.2016.

Braunschweig. Gut mitgespielt und toll gekämpft, am Ende aber wieder ohne Belohnung: Die Löwen-Basketballer bleiben nach der 89:93 (40:41)-Niederlage in Würzburg auf Tabellenplatz 16. Besonders US-Center Brendan Lane schenkte den Braunschweigern mit 30 Punkten ordentlich ein.

Die Löwen fanden keinen Weg, Lane zu stoppen. Gerade durch seine Fähigkeit Dreier zu treffen ist der 2,06 Meter große Center allerdings auch schwer unter Kontrolle zu halten – zumal nach der Trennung von Center Jannik Freese ein physischer Verteidiger unter dem Korb fehlte. So ging auch das Rebound-Duell mit 38:26 an die Würzburger, eine Differnz, "die uns am Ende das Spiel gekostet hat", wie Löwen-Forward Tim Schwartz nach der Partie treffend analysierte.

Bei den Löwen erwischten mit Carlton Guyton (25 Punkte) und Dyshawn Pierre (24 Punkte) zwei Spieler einen richtig guten Tag. Guyton zeigte schon in der ersten Halbzeit sein ganzes Arsenal an offensiven Waffen. Nach der 23:19-Gästeführung nach den ersten zehn Minuten riss der Mann aus Chicago im zweiten Viertel das Spiel an sich. Ein technisch sauberer Step-back-Jumper nach Crossover-Dribbling, zwei beherzte Drives zum Korb, als er die Löcher in der Würzburger Verteidigung clever ausnutzte oder ein Dreier von weit draußen zur 38:34-Führung: Was Guyton da offensiv ablieferte hatte Hand und Fuß. Zur Pause lag sein Team dennoch mit einem Punkt zurück.

Auch nach der Pause lieferten sich die beiden Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, doch Mitte des dritten Viertels gelang es den Gastgebern erstmals, sich abzusetzen. Ein Korbleger von Lane nach Zuspiel des ebenfalls starken Spielmachers Jake Odum (16 Punkte, 14 Assists) bedeutete für die Würzburger in der 26. Minute die erste zweistellige Führung der Partie (68:57).

Ein Team ohne Herz hätte sich in diesem Moment vielleicht schon aufgegeben, doch die Löwen kämpften sich noch einmal zurück. Nach zwei Dreiern von Guyton und Pierre gingen die Löwen zu Beginn des Schlussviertels sogar wieder in Führung (71:70). Der Vorsprung wurde bis auf sechs Punkte ausgebaut, als Tommy Klepeisz einen Fastbreak „coast to coast“ per Korbleger abschloss (72:78). Doch Würzburg ließ sich nicht abschütteln, im Gegenteil: Nach Dreiern von Lamonte Ulmer und Maurice Stuckey war die spannende Begegnung wieder ausgeglichen (78:78).

Die stärkste Phase der Löwen war nun leider vorbei, und das Team aus der Nowitzki-Stadt erhöhte in der Schlussphase den defensiven Druck. Die Folge waren einige schlechte Angriffe und Würfe der Löwen. Die Würzburger trafen dagegen wichtige Würfe, vor allem Lane und Odum übernahmen. Und auch an der Linie blieb das Team von Trainer Doug Spradley in der Endphase cool. Am Ende der Partie hatten die Franken alle ihrer 16 Freiwürfe versenkt. Die am Ende bei Rückstand notwendige Foul-Taktik der Löwen ging deshalb nicht auf.

Für die Löwen punkteten: Guyton 25, Pierre 24, Medlock 15, Groselle 10, Klepeisz 8, Schwartz 5, Simon 2, Theis, Ebert.
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