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Löwen verlieren in Jena

Starke Vorstellung in Jena: Sid-Marlon Theis. Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Nach dem 82:89 in Thüringen warten einige schwere Brocken auf die Braunschweiger.

Von Christoph Matthies, 04.02.2017.

Braunschweig. Die Löwen haben es verpasst, sich in der Tabelle der Basketball-Bundesliga weiter von den Abstiegsplätzen zu distanzieren. In Jena, dem Zuhause von Löwen-Trainer Frank Menz, unterlagen die Braunschweiger mit 82:89 (34:44).

Statistisch gesehen hatten die Löwen in Jena eigentlich ganz viel richtig gemacht. Die Quoten stimmten, ob von der Dreierlinie (41,7 Prozent), aus dem Zweipunktbereich (60,7 Prozent) oder von der Freiwurflinie (85,7 Porozent). Das Rebound-Duell gestalteten sie ausgeglichen (27:27), mit 19 Assists lagen sie deutlich über ihrem Saisonschnitt. Und die 14 Ballverluste lagen noch im Rahmen dessen, was Frank Menz zu akzeptieren bereit ist.

Dass die Gäste trotzdem das ganze Spiel über einem Rückstand hinterherliefen, musste also andere Gründe haben. Lag es vielleicht an Menz' Experiment mit der Startaufstellung? Der Trainer ließ Geoffrey Groselle (nur ein Punkt) und Carlton Guyton zunächst auf der Bank und begann dafür mit Sid-Marlon Theis und Nico Simon. Das Experiment misslang, nach eineinhalb Minuten stand es bereits 9:2 für die Gastgeber.

So schien das Unheil seinen Lauf zu nehmen. Den Löwen gelang nicht viel, Unkonzentriertheiten und Ballverluste gipfelten in einem Technischen Foul, als die Löwen tatsächlich sechs Spieler auf dem Feld hatten – ein Kuriosum und natürlich vollkommen unnötig.

„Wir haben sehr spät in einen Rhythmus gefunden“, bilanzierte Sid-Marlon Theis nach der Partie. Der Forward hatte sich am Samstagabend allerdings nichts vorzuwerfen, mit 16 Punkten lieferte er seine beste Saisonpartie ab. Den angesprochenen Rhythmus fanden seine Löwen erstmals zu Beginn des zweiten Viertels, als ein 10:0-Lauf den 15:29-Rückstand auf 25:29 verkürzte. Doch immer wenn die Löwen einen Run hatten, legten die Jenaer rechtzeitig den Schalter um und behielten letztlich doch die Kontrolle.

Auch zum Ende des dritten Viertels hatten die Löwen wieder so eine Phase, als Carlton Guyton mit zwei tiefen Dreiern in Folge den Rückstand auf 60:66 verkürzte. Und im Schlussviertel drehte Jamal Boykin ordentlich auf, erzielte 13 seiner insgesamt 19 Zähler. Doch auch das war zu wenig gegen eine Jenaer Mannschaft, in der vor allem Marcos Knight (18 Punkte), zweitbester Scorer der BBL, und – etwas überraschend – Stephan Haukohl (17 Punkte) immer eine Antwort hatten. Ex-Löwe Immanuel McElroy kam auf 13 Zähler, Center Kenny Frease, vergangene Saison auch in Diensten der Braunschweiger, musste mit einer Verletzung passen.

„Wir waren vielleicht etwas nervös, weil das Spiel eine Bedeutung hatte“, räumte Theis ein – gegen einen schlagbaren Gegner war der Druck höher als gegen die vermeintlich deutlich stärkeren Teams aus Oldenburg und Berlin, gegen die es zuletzt ging. In den kommenden Partien dürften die Löwen dann wieder weniger Druck haben: Im Heimspiel gegen Tabellenführer Ulm und danach in Bamberg, Frankfurt und Ludwigsburg werden die Löwen als krasser Außenseiter ins Spiel gehen. Als 15. der BBL haben sie drei Siege Vorsprung auf Abstiegsplatz 17.

Für die Löwen punkteten: Guyton 19, Boykin 19, Theis 16, Pierre 11, Medlock 10, Klepeisz 6, Groselle 1, Figge, Schwartz, Simon.
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