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Löwen verkürzen den Rückstand auf die Playoffs

Zeigte gute Hände in Korbnähe: Amin Stevens (13 Punkte). Foto (Archiv): T.A.

Basketball-Bundesliga: Der 88:79-Sieg in Crailsheim hilft den Braunschweigern auch in der Tabelle.

Von Christoph Matthies, 16.03.2016.

Braunschweig. Ein Sieg am Mittwochabend beim Tabellenvorletzten in Crailsheim war für die Löwen Pflicht, um weiter von den Playoffs träumen zu dürfen.Das Vorhaben gelang mit dem 88:79 (47:32) – auch wenn es nach starkem Start noch einmal richtig spannend wurde.

Was ein Trainerwechsel im Abstiegskampf bewirken kann, hatten die Löwen vor zwölf Tagen erfahren müssen, als Sebastian Machowski in seiner ersten Partie mit den Eisbären Bremerhaven direkt die Punkte aus der Braunschweiger Volkswagenhalle entführte. Vielleicht hatten die Crailsheim Merlins ähnliches im Sinn, als sie drei Tage vor der Begegnung einen neuen Coach vorstellten: Nach neun Niederlagen in Folge bekam der Finne Tuomas Iisalo das Zepter in die Hand.

Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste, die nach nicht einmal vier Minuten bereits mit sieben Zählern in Führung lagen (11:4). „Big Kenny“ Frease hatte zu diesem Zeitpunkt schon sechs Punkte markiert – zwei davon an der Freiwurflinie, wo es für die Löwen an diesem Abend besser lief als in so vielen Spielen zuvor (18/22, 82 Prozent).

Im zweiten Viertel konnten die Löwen sich allmählich absetzen, auch, weil sie immer wieder „inside“ punkteten, wo die Merlins ihnen zu viel Platz ließen. Amin Stevens, der ein ordentliches Spiel ablieferte, zeigte seine guten Hände beim Korbleger, erhöhte erst auf 32:20, gut drei Minuten vor der Pause gar auf 39:23. Ansehnlich auch der Pass von Derek Needham, der einen Dreier antäuschte, nur um Kenny Frease unter dem Korb zu finden, der unbedrängt stopfen konnte (45:27). Ärgerlich, dass Crailsheims Aufbauspieler Jordan Callahan mit dem Halbzeit-Buzzer noch auf 32:47 verkürzen konnte.

Drei Minuten konnten die Löwen nach dem Seitenwechsel ihre Führng behaupten, ehe die Merlins ihren Wurf von außen entdeckten. Callahan, Graves und mehrfach Ex-Nationalspieler Konrad Wysocki (Topscorer mit 20 Punkten) netzten alle von außen ein, und zehn Minuten vor Schluss waren die Gastgeber plötzlich auf fünf Zähler dran. Als Antonio Graves zu Beginn des Schlussabschnitts gar auf 62:65 verkürzte, glaubte nicht nur Debütant Iisalo wieder an seinen ersten Bundesliga-Sieg.

Doch die Löwen zeigten die richtige Antwort, insbesondere Youngster Robin Amaize und Amin Stevens, sonst nicht unbedingt die Stars im Team von Raoul Korner, erzielten nun ganz wichtige Punkte. Als der gut aufgelegte Derek Needham vier Minuten vor dem Ende einen Dreier zum 81:71 versenkte, durften die mitgereisten Löwen-Fans wieder etwas durchpusten. Und den Merlins fehlten am Ende trotz Trainerwechsel die Kräfte und die Mittel, um das Spiel noch zu ihren Gunsten zu drehen. Durch den Erfolg sind die Braunschweiger auf Tabellenplatz neun vorgerückt, zwei Siege trennen sie von Playoff-Platz acht, den Würzburg belegt.

Für die Löwen, die knapp 58 Prozent ihrer Würfe trafen, punkteten: Needham 16, Frease 13, Stevens 13, Nash 12, Grant 9, Simon 9, Amaize 9, Anderson 7.
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