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Löwen suchen einen Leader

Carlos Medlock erzielte 22 seiner 24 Punkte gegen Frankfurt in der zweiten Halbzeit. Foto: SH

Basketball-Bundesliga: Wegen Hagens Rückzug hat das Menz-Team am Wochenende spielfrei.

Von Christoph Matthies, 06.12.2016.

Braunschweig. Unglücklicher als die Löwen am vergangenen Freitag gegen Frankfurt (74:75) kann man kaum verlieren. Jetzt haben die Basketballer zwei Wochen Zeit, die Partie aufzuarbeiten – und sich nach einem neuen Spieler umzusehen.

„Wir sahen aus wie eine Jugendmannschaft gegen ein Männer-Team“, bewertete Headcoach Frank Menz die (Nicht-)Leistung seiner Löwen in der ersten Halbzeit, die in einen 27:41-Pausenrückstand resultierte. Dem Trainer gelang es in der Kabine, seine Spieler bei der Ehre zu packen. Im zweiten Durchgang sahen die 2311 Zuschauer in der VW-Halle eine begeisternde Aufholjagd der Heimmannschaft, an deren Ende allerdings der Siegkorb der Gäste stand – exakt 0,9 Sekunden vor der Schlusssirene.

Mut machte die Leistung der Braunschweiger, bei denen Dyshawn Pierre (16 Punkte, 19 Rebounds) und Carlos Medlock (24 Punkte, 5 Assists, 4 Steals) überragten, trotzdem. „Es ist schade, dass wir uns bei den Zuschauern nicht mit einem Sieg bedanken konnten“, bedauerte Menz.

Wegen der Insolvenz von Phoenix Hagen fällt die Löwen-Partie bei den Westfalen, die für Samstag anberaumt war, aus. Viel Zeit also, um die angekündigte Neuverpflichtung, die durch Sponsorenzusagen möglich wurde, unter Dach und Fach zu bringen. „Ich gucke schon seit Wochen nach Spielern“, verrät Menz, der auch erläutert, was ihm vorschwebt: „Wir brauchen vor allem jemanden, der vom Charisma, von der ganzen Ausstrahlung her ein Leader ist. Es sollte jemand sein, der uns Verteidigung und Führungsqualitäten gibt und mit einem guten Wurf ausgestattet ist.“

Der Trainer betont, dass dieses Anforderungsprofil positionsunabhängig sei. Es ist also keineswegs gesagt, dass die Verstärkung auf der sehr dünn besetzten Position des Power Forwards erfolgt.
„Wir werden niemanden kriegen, der hier alles macht. Aber wir werden einen bekommen, der uns stärker und tiefer macht“, fährt Menz fort und geht auch auf die Erfahrung des potenziellen Neuzugangs ein: „Er sollte auf jeden Fall schon mal ein Jahr in Europa gespielt haben.“

Den Hoffnungen, sich bei den Hagenern bedienen zu können, erteilt Menz dagegen eine Absage: „Die Topspieler von Hagen können wir nicht annähernd finanzieren, weder einen Owen Klassen noch einen David Bell.“
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