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Löwen siegen nach spannender Schlussphase

Schwache Partie, aber starkes Finish: Kenny Frease (rechts).

Basketball-Bundesliga: Keaton Grant markiert 24 Punkte beim 80:74 (33:35) in Bonn.

Von Christoph Matthies, 20.12.2015.

Braunschweig. Gegen ein Team in der Krise starteten die Löwen-Basketballer stark, mussten sich ihren 80:74-Sieg am Ende aber hart erkämpfen. Während die Baskets Bonn ihre (wettbewerbsübergreifend) 14. Niederlage kassierten, festigten die Löwen ihren achten Tabellenplatz.

Ausgerechnet Kenny Frease war es, der seinen Löwen am Ende die Punkte bei den strauchelnden Bonnern sicherstellte. Der physische US-Center hatte offensiv eigentlich einen schwarzen Tag, ließ einige leichte Gelegenheiten in Korbnähe ungenutzt – und wurde in den letzten zwei Minuten doch zum Matchwinner.

Hervorragend waren die Löwen aus den Startlöchern gekommen und führten nach sechs Minuten nach einem Halbdistanzwurf von Derek Needham erstmals zweistellig (14:4). Die Bonner warfen wie so oft in dieser Saison viel von außen, trafen aber wenig und waren auch defensiv nicht auf der Höhe – die deutliche 22:7-Führung der Löwen am Ende des ersten Viertels war durchaus verdient.

Dass die Baskets es besser können, zeigten sie im zweiten Durchgang. Vor allem Center Tadas Klimavicius, der starke Distanzschütze Rotnei Clarke und Ex-Braunschweiger Dirk Mädrich (mit zwei Dreiern) fanden nun ihr Händchen und brachten die Gastgeber vor fast 5000 Zuschauern im Telekom-Dome wieder ins Spiel. Pünktlich zur Halbzeitpause traf dann der im vergangenen Sommer von den Washington Wizards in die NBA gedraftete BBL-Rookie Aaron White von „Downtown“ zur Bonner Führung – der ersten der Partie. „Wir haben es im zweiten Viertel versäumt physisch dagegenzuhalten“, gefiel Raoul Korner gar nicht, was er in dieser Phase von seinem Team geboten bekam.

Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie zunächst ausgeglichen, ehe der Gast Mitte des dritten Viertels wieder die Oberhand gewann. Nach 25 Minuten nutzte Derek Needham einen harten Block vom ansonsten unglücklich agierenden Kenny Frease, um frei aus der Distanz zum 49:41 einzunetzen. Rund 80 Sekunden vor Viertelende erhöhte Needham erneut per Dreier gar auf 60:47, ehe erneut White zwei wichtige Dreier für die Bonner traf. Dass die Braunschweiger mit nur fünf Punkten Führung ins Schlussviertel gingen (60:55), lag aber auch an ihrer untypisch schwachen Freiwurfausbeute. Nur 13 von 24 „Freebies“ fanden bis Spielende ihren Weg ins gegnerische Nylon.

„Das Team mit mehr Selbstvertrauen in engen Situationen hat heute gewonnen“, analysierte Korner hinterher – und war heilfroh, dass das seine Löwen waren, die nun sechs ihrer letzten sieben Partien gewonnen haben. Auch von einem 70:74-Rückstand gut zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene ließen sich Topscorer Keaton Grant und Co. nicht beeindrucken. Vor allem Kenny Frease nutzte nun die Chancen, die sich ihm boten: 45 Sekunden vor Schluss schnappte er sich einen Abpraller und legte den Ball – mit Foul – in die Reuse. Der getroffene Bonusfreiwurf zum 78:74 brachte die Vorentscheidung, ein beherzter Offensivrebound mit anschließendem Korbleger von Derek Needham machte 20 Sekunden später alles klar – und stürzte die frustrierten Bonner noch tiefer in die Krise.

Für die Löwen punkteten: Grant 24, Needham 20, Nash 10, Frease 8, Stevens 7, Simon 7, Gertz 4.
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